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Wachstum auch dank PayPal

Auf eBay herrscht reges Treiben

28.04.2011
Auf dem Online-Marktplatz eBay herrscht weiter Hochbetrieb.
eBay-Chef John Donahoe
eBay-Chef John Donahoe
Foto: eBay

Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 16 Prozent auf mehr als 2,5 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,7 Milliarden Euro). Vor allem der Bezahldienst PayPal wuchs, aber auch das eigentliche Geschäft mit Online-Auktionen und Festpreis-Angeboten legte zu. Der Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf unterm Strich 476 Millionen Dollar.

Konzernchef John Donahoe sprach am Mittwoch im kalifornischen San Jose von einem starken Start ins Jahr. Besonders gut lief das Geschäft in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien und Deutschland. Hierzulande hatte eBay erst im Dezember für rund 150 Millionen Euro den deutschen Online-Shopping-Club brands4friends übernommen. Über die Plattform können Mitglieder reduzierte Markenartikel kaufen.

EBay hat sich im Laufe der Zeit zu einer vollwertigen Online-Handelsplattform entwickelt. Erst jüngst gaben die Kalifornier bekannt, für satte 2,4 Milliarden Dollar den Dienstleister GSI Commerce zu übernehmen, der Online-Shops für Dritte betreibt oder Marketing-Kampagnen fährt. Unter den mehr als 180 Kunden sind viele bekannte Namen wie Adidas, Levi's, Hewlett-Packard oder Toys'r'Us.

eBay-Zentrale in San Jose, Kalifornien
eBay-Zentrale in San Jose, Kalifornien
Foto: ebay

Auf dem eBay-Handelsplatz selbst tummelten sich weltweit 95,9 Millionen aktive Nutzer und damit fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der aktiven PayPal-Konten wuchs sogar um 16 Prozent auf 97,7 Millionen. Über den Bezahlservice lässt sich auch in fremden Onlineshops einkaufen. Das Bezahlen mit dem Handy nehme immer mehr zu, stellte eBay fest.

Im Gesamtjahr will eBay nun einen Umsatz von bis zu 10,9 Milliarden Dollar erzielen; bislang hatte sich das Unternehmen maximal 10,6 Milliarden Dollar zugetraut. Allerdings erwartet das Management, dass dabei weniger Gewinn herausspringt als bislang prognostiziert. Die Aktie stieg nachbörslich um ein Prozent.

Mit seiner breiten Aufstellung will eBay seinem Rivalen Amazon die Stirn bieten. Auch der weltgrößte Onlinehändler wächst rasant. Allein im ersten Quartal legte der Umsatz um 38 Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar zu - das schaffte Amazon aber nur, weil das Unternehmen massiv Geld in die Hand nimmt und in seine Versandzentren, neue Produktgruppen oder in die Werbung investiert. Die hohen Investitionen drückten den Amazon-Gewinn zu Jahresbeginn auf 201 Millionen Dollar. (dpa/tc)