Business Intelligence:

Auf Controller kommt viel Arbeit zu

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Ohne Software für Business Intelligence ist eine komplexe Unternehmenssteuerung kaum noch zu schaffen.

Das Controlling muss und kann einen entscheidenden Beitrag zum Überleben eines Unternehmens leisten. Dies ist die zentrale Botschaft von der mit rund 700 Teilnehmern bisher größten Controlling-Tagung des internationalen Controller Vereins im deutschsprachigen Raum. Neben der Zukunft der Budgetierung, Controlling-Excellence und Karrierepfade im Finanzbereich bildete auf dem "33. Congress der Controller" erstmals das Thema Business Intelligence (BI) als Mittel zur Unternehmenssteuerung einen eigenen Schwerpunkt auf der Agenda (Die Vorträge finden Sie hier).

Corporate Performance Management

Rund 700 Controller kamen auf Einladung des Internationalen Controller Vereins nach München, um sich über die neuen Herausforderungen in ihrem Beruf zu informieren.
Rund 700 Controller kamen auf Einladung des Internationalen Controller Vereins nach München, um sich über die neuen Herausforderungen in ihrem Beruf zu informieren.

Andreas Seufert, Direktor des Instituts für Business Intelligence (IBI) und Leiter des Fach-Arbeitskreises Business Intelligence im Internationalen Controller Verein, betonte stellvertretend, dass die gestiegenen Anforderungen in puncto Transparenz und Datenqualität der Geschäftsinformationen die Unternehmenssteuerung zu einer immer komplexeren Aufgabe für das Controlling machen (siehe auch Corporate Performance Management führt Unternehmen zum Ziel). Die ständigen Re- und Umstrukturierungen in den Unternehmen würden die Arbeit zusätzlich erschweren. Umso mehr verspricht man sich von BI-Lösungen in dieser Situation. Doch sollte nicht übersehen werden, dass eine erfolgreiche Unternehmensteuerung neben Technik auch eine klar definierte Strategie und Prozesse voraussetzt. Ohne eine Integration von technischer und betriebswirtschaftlich-methodischer Kompetenz stehen die Chancen schlecht.

Kein Interesse an Werbung und Analysten

Auf der Veranstaltung machten die Controller klar, dass sie sich nicht für die von Herstellern und Analysten kreierten Buzzwords und (Mode-) Begriffe für BI interessieren, sondern vor allem wissen wollen, wie sich mit Hilfe solcher Produkte ihre Effizienz- und Effektivität steigern lassen. Die Technik soll valide und verlässliche betriebswirtschaftliche Entscheidungsgrundlagen liefern und dabei Markt- und Wettbewerbsinformationen einbeziehen. Ebenso wird erwartet, dass BI-Lösungen im Sinne eines Corporate Performance Management (CPM) einen zentralen Beitrag zur Prozessunterstützung und -optimierung leisten.

Eine CPM-Lösung muss Wettbewerber und Wirkungsketten abbilden können, um frühzeitig Fehlentwicklungen gegensteuern zu können. Ebenso ist es unabdingbar, dass sich nach Fusionen und Umstrukturierungen die bisherigen Analysemodelle in einer CPM-LÖsung schnell an die neuen Organisationsstrukturen anpassen lassen. Um das Thema Unternehmenssteuerung und seine Bedeutung weiterzuentwickeln, existiert ein eigener Arbeitskreis Business Intelligence beim Controller Verein.