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Auch Real Networks erleidet Umsatzeinbußen

17.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Umsatz von Real Networks ist im zweiten Quartal wie erwartet zurückgegangen - von 47,9 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres auf 43,8 Millionen Dollar (Computerwoche online berichtete). Seinen Nettoverlust konnte der Streaming-Softwareanbieter zwar von 19,2 Millionen Dollar im Vorjahr auf 1,6 Millionen Dollar verringern. Dies lag jedoch in erster Linie an einer Änderung des Bilanzierungsverfahrens, wodurch die Ausgaben für Goodwill-Abschreibungen im zweiten Quartal nicht wie bisher vom Gewinn abgezogen wurden.

Real Networks leidet vor allem unter der sinkenden Nachfrage seitens der Firmenkunden. Noch vor einem Jahr entfiel mit 28,1 Millionen Dollar weit mehr als die Hälfte der Gesamteinnahmen auf den Umsatz aus dem Lizenzgeschäft. Mittlerweile ist dieser Anteil um 38 Prozent auf 17,3 Millionen Dollar geschrumpft. Auch die Werbeeinnahmen gingen von 4,7 Millionen auf 1,6 Millionen Dollar zurück. Positiv hat sich dagegen der Privatkundenbereich entwickelt: Firmenangaben zufolge stieg der Umsatz aus dem Geschäft mit gebührenpflichtigen Online-Services im Vergleich zum ersten Quartal um 31 Prozent auf 17,8 Millionen Dollar. (sp)