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Auch F5 Networks droht Delisting

17.08.2006
Wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei der Verbuchung von Aktienoptionen könnten die Aktien des Netzausrüsters F5 Networks in Kürze vom Kurszettel der Nasdaq verschwinden.

Weil F5 Networks nicht rechtzeitig den Bericht für das dritte Geschäftsquartal 2006 (Ende: 30. Juni) vorgelegt hatte, erhielt der Anbieter von Traffic-Management-Lösungen - ebenso wie Juniper Networks - am vergangenen Montag eine Delisting-Warnung von der US-Technologiebörse Nasdaq.

F5 ist eines der 80 US-Unternehmen, gegen das die US-Börsenaufsicht SEC wegen des Verdachts auf unzulässige Ausgabe und Verbuchung von Aktienoptionen ermittelt (siehe auch: "Optionsskandal: Tech-Firmen droht Delisting von der Börse"). Hintergrund sind falsch terminierte Aktienoptionen, mit denen Manager einen finanziellen Vorteil entweder für sich oder für Mitarbeiter geschaffen haben sollen.

Wie das Unternehmen aus Seattle, Washington, mitteilte, prüft parallel zu den Ermittlungen der SEC ein unabhängiges Komitee die Auswirkungen der Verbuchungsmethode von Aktienoptionen auf die Ergebnisse der ersten zwei Geschäftsquartale 2006 sowie der vergangenen fünf Fiskaljahre von F5. Sobald die internen Ermittlungen abgeschlossen sind, werde das Unternehmen den ausstehenden Quartalsbericht bei der SEC vorlegen. Zusätzlich will F5 Einspruch gegen den Plan der Nasdaq erheben, die Aktien der Company vom Kurszettel zu streichen. (mb)