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Auch Dell zeigt Unisys die kalte Schulter

12.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ausgerechnet jetzt, wo Unisys seinen Multiprozessor-Server "ES7000" mit dem neuen Xeon-Prozessor von Intel aufrüstet, will Dell die 32-Wege-Maschine nicht mehr unter seinem eigenen Namen vermarkten. Erst im vergangenen Jahr hatten auch Hewlett-Packard und Compaq ihre Resellerverträge mit Unisys aufgekündigt. Die beiden Hersteller hatten erklärt, sich künftig auf eigene Produkte konzentrieren zu wollen, statt die 16- und 32-Wege-Wintel-Server von Unisys zu vertreiben (Computerwoche online berichtete).

"Wir haben das Produkt aus dem Programm genommen und wollen es nicht weiter anbieten", erklärte Dell-Sprecher Bruce Anderson nun. Die schlechte Wirtschaftslage habe das Unternehmen dazu veranlasst, seine im Dezember 2000 mit Unisys geschlossene Zusammenarbeit zu beenden. "Es ist nicht so schlimm, wie es sich anhört", kommentierte Unisys-Pressesprecher Marty Krempasky. Schließlich kooperierten Unisys und Dell weiterhin auf anderen Gebieten. So liefere Unisys verschiedene Serviceleistungen an Dell-Kunden und verkaufe zudem Lowend-Server des texanischen PC-Herstellers. Ferner, so Krempasky, wollen beide Unternehmen in Kürze eine weitere Partnerschaft ankündigen. (ka)