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Auch Credit Suisse strafft die Zügel

26.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um Interessenskonflikte bei der Aktienbewertung zu vermeiden, dürfen auch die Analysten der Schweizer Investmentbank Credit Suisse First Boston (CSFB) ab sofort keine Wertpapiere (Aktien oder Bonds) mehr von Unternehmen erwerben, die sie bewerten. Entsprechende Bestände müssen spätestens bis zum 30. September dieses Jahres verkauft sein, teilte CSFB am gestrigen Mittwoch mit. Nur in besonderen Fällen, etwa wenn den Betroffenen durch den Verkauf ein ernsthafter finanzieller Schaden entstehe, werde man von dieser Verkaufsverpflichtung absehen, hieß es. Durch die Maßnahme solle die Unabhängigkeit und Integrität des Research-Bereichs von CSFB unterstrichen werden. Die Schweizer folgen damit dem Beispiel der Investment-Bank Merrill Lynch. Diese hatte vor zwei Wochen eine ähnliche Weisung für ihre Analystenriege erlassen

(Computerwoche online berichtete).