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Atos Origin legt zu

09.03.2006
Der französische IT-Dienstleister ist vor allem in Deutschland gewachsen.

Der Umsatz der gesamten Atos-Origin-Gruppe ist den aktuellen Finanzdaten zufolge im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 5,46 Milliarden Euro gestiegsen. In Deutschland konnte der IT-Dienstleister seine Einnahmen nahezu verdoppeln, mit 562 Millionen Euro steuert die hiesige Dependance mittlerweile mehr als jeden zehnten Euro zum Umsatz bei. Die Übernahme von Teilen der Karstadt-Quelle-Tochter Itellium samt damit verbundenem Outsourcing-Vertrag sowie große Auslagerungsaufträge von E-Plus und Premiere haben die gute Performance ermöglicht.

Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 76 Prozent von 220,2 Millionen Euro im Jahr 2004 auf nun 387,8 Millionen Euro, die Betriebsmarge beläuft sich damit auf branchenübliche 7,1 Prozent. Das Nettoergebnis, also den Gewinn nach Steuern, konnte Atos Origin auf 253,4 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Der Schuldenstand reduzierte sich zum 31. Dezember 2005 auf 180 Millionen Euro.

Atos Origin hält an der Strategie fest, Consulting, Systemintegration und Betriebsdienste für große, internationale Kunden anzubieten. Mit dieser Kombination und Zielgruppe möchte der Anbieter zum führenden IT-Dienstleister Europas aufsteigen. Dazu strebt das Management Positionen unter den Top-drei-Anbietern in allen großen europäischen Ländern an und will auf dem Weg dorthin auch Unternehmen übernehmen. Im vergangenen Jahr hatten Presseberichten zufolge das Atos-Origin- und T-Systems-Management über eine Fusion verhandelt, die angeblich an der Standortfrage und der unterschiedlichen Auffassung in der Unternehmensbewertung scheiterte. Zudem wird der französische Service-Provider als Interessent für eine Übernahme von Siemens Business Services (SBS) gehandelt.

Der gesamte europäische Markt wird Atos Origin zufolge im laufenden Jahr um vier Prozent zulegen, der Anbieter selbst kündigte ein organisches Wachstum um fünf Prozent an. (jha)