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Atos gewinnt durch KPMG-Übernahme

14.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Trotz der angespannten Lage auf dem Beratungs- und Servicemarkt hat das französische Unternehmen Atos Origin SA seinen Umsatz im zweiten Quartal 2003 gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert. Der Grund liegt hauptsächlich in der vor etwas mehr als einem Jahr erfolgten Akquisition der britischen und niederländischen Aktivitäten von KPMG Consulting. Denn um deren Geschäft und die Währungsschwankungen bereinigt, wären die aktuellen Atos-Origin-Einnahmen rund sechs Prozent hinter denen des Vergleichsquartals zurückgeblieben.

Konkret erhöhte das IT-Beratungs- und -Serviceunternehmen seinen Umsatz von April bis Juni dieses Jahres - verglichen mit dem zweiten Quartal des vergangenen Jahres - um 3,4 Prozent auf knapp 763 Millionen Euro. Etwa elf Prozent davon, genauer gesagt: 86 Millionen Euro, steuerte die Atos KPMG Consulting (AKC) zu den Einnahmen bei; unter diesem Namen operieren die im Juni 2002 für mehr als 650 Millionen Euro übernommenen KPMG -Bereiche.

Während das Beratungsgeschäft also deutlich zulegte, sanken die Umsätze in den Sektoren Systemintegration und Outsourcing-Dienste: Systems Integration brachte nur noch 270 Millionen Euro ein - und damit 15 Prozent weniger als im zweiten Vierteljahr 2002; das Managed-Operations-Geschäft schrumpfte um 3,4 Prozent auf etwa 400 Millionen Euro.

In seinen stärksten geografischen Märkten konnte sich Atos Origin noch verbessern. So stiegen die Einnahmen in Frankreich um 0,4 Prozent auf 267 Millionen Euro, in den Niederlanden - wohl aufgrund der KPMG-Akquise - sogar um 9,7 Prozent auf 238 Millionen Euro. Den relativ stärksten Effekt hatte die Übernahme der KPMG-Berater jedoch auf den britischen Mark, wo Atos Orgin bis Juni 2002 kaum nennenswerte Umsätze verbuchte. Hier wuchsen die Einnahme um mehr als 130 Prozent auf knapp 81 Millionen Euro. (qua)