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ATI und Nvidia zeigen neue Grafikchips

06.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - ATI hat das Nachfolgemodell des Grafikchips "Radeon 9700" vorgestellt. Der "9800" bietet eine Taktrate von 340 Megahertz, 30 Megahertz mehr als der 9700. Die Pro-Version schafft mit 380 Megahertz 55 Megahertz mehr als der Vorgänger. Neben der Taktrate wurden laut Hersteller die Unterstützung für DirectX 9 und Open GL, die Shading-Funktionen sowie die Pixelprogrammierung verbessert. Das soll für eine realistischere Darstellung bewegter Bilder sorgen. Den inneren Aufbau mit einem 256 Bit breiten Datenbus und acht Pipelines haben die Entwickler gegenüber dem 9700 nicht geändert. Der auf 0,15-Mikron-Technologie basierende Chip kostet rund 400 Dollar und ist vor allem für die Nutzer von grafisch anspruchsvollen Spielen gedacht.

Den Einstieg in die 0,13-Mikron-Fertigungstechnik markieren bei ATI die Radeon-Modelle "9600" und "9200", die im April auf den Markt kommen sollen. Der 200 Dollar teure 9600 unterstützt ebenfalls DirectX 9 und Open GL. Mit erweiterten Anti-Aliasing-Funktionen soll er vor allem für die Bild- und Video-Bearbeitung geeignet sein. Den 9200 bietet ATI voraussichtlich zu einem Preis zwischen 100 und 150 Dollar an. Der für den Einsatz in preisgünstigen PCs gedachte Chip unterstützt DirctX 8.1 und AGP 8. Spezielle Streaming-Funktionen sorgen laut Hersteller für die ruckfreie Darstellung von Videos.

Nvidia hat ebenfalls drei neue Grafikkarten angekündigt. Bei der "GeForce FX 5800" handelt es sich um eine 400 Dollar teure Highend-Komponente. Die "5600" soll 200 Dollar kosten, die 5200 wird für 100 Dollar zu haben sein. Dabei unterstützt laut Nvidias Entwicklungschef Bill Rehbock auch die Lowend-Karte die Grafikanforderungen von Spielen wie "Doom III".

Die gleichzeitige Markteinführung von Modellen für verschiedene Segmente ist für Grafikchiphersteller unüblich. Nach Einschätzung von Experten werden die meisten Anwender zu den billigeren Chips "5600" und "5200" greifen. Da alle Komponenten gleichzeitig verfügbar sind, gehe für Kunden der Anreiz verloren, den teuren "5800" zu kaufen, so der Branchen-Newsletter "Microprocessor Report". (lex)