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ATI mit Verlust und Umsatzwarnung

24.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kanadische Grafikchiphersteller ATI ist im dritten Geschäftsquartal 2004/05 in die Verlustzone gerutscht. Das Unternehmen aus Markham, Ontario, verbuchte in dem Ende Mai abgelaufenen Dreimonatszeitraum einen Nettoverlust von 445.000 Dollar beziehungsweise null Cent je Aktie. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte ATI noch einen Überschuss in Höhe von 48,6 Millionen Dollar oder 19 Cent je Anteil erzielt. Zieht man die Kosten für Aktienoptionsprogramme ab, wäre der (Pro-forma-)Profit von 50,5 Millionen auf 8,5 Millionen Dollar oder drei Cent je Aktie gesunken.

Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um acht Prozent auf 530,2 Millionen Dollar und entsprach damit den reduzierten Erwartungen des Herstellers. Die Kanadier hatten ursprünglich zwischen 560 Millionen und 600 Millionen Dollar anvisiert. Die Prognose wurde jedoch Anfang des Monats auf 530 Millionen Dollar gesenkt (Computerwoche.de berichtete).

ATI begründete die Probleme mit dem Preisverfall im Desktop- und Notebook-Markt.

Für das laufende vierte Fiskalquartal hatte ATI-Chef David Orton damals prognostiziert, dass die Umsätze auf rund 600 Millionen Dollar steigen. Als Grund hatte das Unternehmen darauf verwiesen, dass es mit seinen Grafikchips in den Wachstumsmärkten Mobiltelefone und Digitalfernseher stärker Fuß fasst. Mittlerweile hat ATI nach eigenen Angaben jedoch "deutlich konservativere Erwartungen hinsichtlich der Auslieferung neuer Produkte ". Das Unternehmen stellt für das laufende Vierteljahr nur noch Erlöse zwischen 550 und 580 Millionen Dollar in Aussicht. Die Bruttomarge soll ähnlich wie im aktuellen Berichtszeitraum zwischen 29 und 30 Prozent liegen. (mb)