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AT&Ts Profit sinkt um 42 Prozent

26.01.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Carrier AT&T erfüllte in seinem vierten Quartal zwar die gesteckten Umsatzziele, musste jedoch einen Gewinnrückgang von 42 Prozent hinnehmen. In den abgelaufenen drei Monaten belief sich der Nettoprofit auf 1,15 Milliarden Dollar oder 36 Cent je Aktie (Vorjahr: 1,99 Milliarden Dollar). Berücksichtigt sind unter anderem 804 Millionen Dollar für Restrukturierungsmaßnahmen und die Akquisition von Telecommunications Inc. (TCI), für die AT&T 644 Millionen neue Aktien ausgegeben hatte. Unternehmenschef Michael Armstrong kündigte für die erste Hälfte des laufenden Jahres eine außergewöhnliche Belastung für Entlassungen und andere Umstrukturierungsmaßnahmen an. Dadurch sollen die Kosten zum Jahresende um zwei Milliarden Dollar reduziert werden. Für die nächsten sechs Monate ist nicht mit einer Besserung der Gewinnzahlen zu rechnen.

Der Carrier konnte im letzten Quartal aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Daten- und Mobildiensten seinen Umsatz um 21 Prozent auf 16,33 Milliarden Dollar steigern. Ein Jahr zuvor waren es noch 13,53 Milliarden Dollar.

Der Gesamtumsatz legte 1999 um 17 Prozent auf 62,39 Milliarden Dollar zu (1998: 53,22 Milliarden Dollar). Der Nettogewinn sank im vergangenen Jahr von 2,37 auf 1,74 Cent pro Anteilschein.

Zudem teilte AT&T mit, seine Mobilfunkeinheit im April an die Börse zu bringen. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Sollte AT&T bis zu 20 Prozent der Anteile anbieten, so würde es sich Analysten zufolge um den größten Börsengang in der amerikanischen Geschichte handeln.