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AT&T übertrifft trotz hohem Nettoverlust die Erwartungen

24.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Fehlinvestitionen und niedrige Telefongebühren haben AT&T im zweiten Quartal 2001 einen Nettoverlust von 191 Millionen Dollar oder 10 Cent pro Aktie beschert. Nach Abzug verschiedener Sonderabschreibungen und Belastungen im zweiten Quartal beläuft sich der Gewinn auf vier Cent je Aktie. Analysten der Wallstreet hatten mit einem Profit von drei Cent gerechnet. Im Vorjahreszeitraum erwirtschaftete der US-Carrier noch einen Nettogewinn von 1,77 Milliarden Dollar oder 48 Cent je Anteilsschein. Nicht berücksichtigt wurden die Ergebnisse von AT&T Wireless, das seit 9. Juli als eigenständiges Unternehmen geführt wird. Auf das Resultat drückten vor allem 1,1 Milliarden Dollar Vorsteuerabschreibung für AT&Ts Investition in Net2Phone, einem Internet-Telefonie-Anbieter.

Der Umsatz fiel von 13,74 auf 13,33 Milliarden Dollar. Während der Geschäftsbereich AT&T Broadband dabei die Einnahmen von 2,25 auf 2,57 Milliarden Dollar steigern konnte, betrug der Umsatz aus Ferngesprächen 3,79 Milliarden Dollar und sank damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23,7 Prozent. Das Segment Business Services hielt sich mit 7,09 Milliarden Dollar Einnahmen, das sind 1,8 Prozent weniger als im Vorjahr, relativ stabil. Für das laufende Quartal erwartet AT&T einen ähnlichen Umsatzrückgang.