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AT&T geht in die VoIP-Offensive

11.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Telco-Riese AT&T will einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge heute einen breiten Einstieg in die Internet-Telefonie (Voice over IP = VoIP) für Endkunden ankündigen und gleichzeitig sein entsprechendes Angebot für Firmenkunden ausbauen. Das Motiv für den auf Ferngespräche fokussierten Anbieter liegt auf der Hand: Werden Telefonate über das Internet geroutet, spart sich AT&T die Durchleitungsgebühren an die regionalen "Baby Bells". Starten will das Unternehmen sein Endkundenangebot in drei Städten an der Ostküste, anschließend soll der Dienst sukzessive in 100 Städten angeboten werden. Insidern zufolge erwartet AT&T im Laufe der kommenden zwei Jahre hier über eine Million Kunden. Weitere Details will CEO Dave Dorman heute ankündigen.

AT&T ist mit seinen VoIP-Plänen keineswegs allein auf weiter Flur - im US-Markt rührt sich einiges. Erst in dieser Woche hatte Time Warner Cable eine entsprechende Kooperation mit Sprint und MCI angekündigt, und auch die regionalen Anbieter stehen in den Startlöchern. Qwest Communications beispielsweise offeriert seinen Breitbandkunden in den Twin Cities Minneapolis/St. Paul seit Montag entsprechende Services. Dazu kommen noch Spezialanbieter wie Vonage. (tc)