DOJ, dann erst FCC

AT&T ändert Strategie für Genehmigung des Kaufs von T-Mobile USA

24.11.2011
Die US-Telefongesellschaft AT&T wechselt angesichts des starken Gegenwinds der Regulierungsbehörde FCC ihre Strategie, um grünes Licht für die Übernahme von T-Mobile USA zu bekommen.
Ladengeschäft von T-Mobile USA auf der Market Street in San Francisco
Ladengeschäft von T-Mobile USA auf der Market Street in San Francisco
Foto: Thomas Cloer (CC BY-NC-SA 2.0)

Wie AT&T und die Deutsche Telekom heute gemeinsam mitteilten, zogen die Unternehmen ihre Anträge bei der Regulierungsbehörde zurück. Erst will ATT&T sich um die Zustimmung des Justizministeriums (Department of Justice, kurz DOJ) kümmern und sich in einem zweiten Schritt an die FCC wenden.

Angesichts des Widerstandes in beiden Behörden nimmt AT&T ferner Rückstellungen für die Entschädigungszahlungen vor, die an die Deutsche Telekom fällig werden, sollte der Deal scheitern. Dabei geht es um drei Milliarden Dollar in Bar und eine Milliarde Dollar in Mobilfunkfrequenzen.

AT&T und die Telekom geben sich dennoch zuversichtlich, die Transaktion durchzubringen. "Wir arbeiten weiter daran, die Genehmigung zu erhalten", sagte ein Telekom-Sprecher auf Anfrage. "Auf ein Scheitern bereiten wir uns nicht vor." An der Frankfurter Börse stieg der Telekom-Kurs zu Handelsbeginn nach hohen Verlusten in den vergangenen Tagen um 1,06 Prozent auf 8,83 Euro. (dpa/tc)