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@CeBIT: HP kündigt neuen e-Vectra an

24.02.2000

HANNOVER (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard will mit dem "e-Vectra" den PC neu erfinden. Doch der Versuch des renommierten Computerherstellers ging gründlich daneben. Bis auf eine abschließbare Klappe an der Rückseite und die kompakte Größe entspricht der Rechner dem klassischen PC-Schema.

Der vollmundig als "Wendepunkt des Personal Computing" angekündigte neue e-PC von Hewlett-Packard bleibt auf seinem Entwicklungsweg im klassischen PC-Schema stecken. Der Rechner arbeiten entweder mit Celeron-Prozessoren mit Taktfrequenzen von 500 und 533 Megahertz oder mit auf 600 und 667 Megahertz getakteten Pentium-III-Chips. Der Hauptspeicher ist in der Standardausführung mit 64 MB bestückt und kann bis 256 MB ausgebaut werden. Die Festplatte bietet Platz für 8,4 GB an Daten.

Die Punkte, die der Hersteller als Unterstützung seiner stürmischen PC-Revolution heranzieht, erweisen sich als laues Lüftchen. Eine per Schlüssel abschließbare Rückseite (HP-Port-Control-System), die verhindern soll, dass Anwender unbefugt Geräte an den Rechner anschließen, ist zu wenig für ein neues Computerzeitalter. Auch das kleinformatige Design hat HP nicht allein erfunden. Andere Hersteller wie Compaq mit dem "Ipaq" berufen sich mit ihrer neuen Rechnergeneration auf das gleiche Kriterium.

Der modulare Systemaufbau soll laut Hersteller die Ausfallzeiten verringern. So könnten Administratoren mit wenigen Handgriffen beispielsweise die Festplatte auswechseln. Doch auch diesen Gedanken haben andere Hersteller längst für ihre Rechner entdeckt. Dell, Fujitsu Siemens oder IBM bieten bereits ähnlich aufgebaute Rechner an.

Seine Bedienerfreundlichkeit wird der e-Vectra ebenfalls erst unter Beweis stellen müssen. Mit Windows 98, NT oder 2000 steht das Gerät fest verwurzelt in der Windows-Systemwelt. Hewlett-Packard wird die neuen Rechner mit dem Support-Tool "e-Diag-Tools" ausliefern. Damit sollen Systemadministratoren die Geräte via Netz überwachen können. Der PC soll im April in Deutschland auf den Markt kommen. Ein Preis steht noch nicht fest. In den USA wird der E-Vectra 549 Dollar kosten.