MWC12

Asus packt das Padfone aus

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Alle guten Dinge sind drei: Nachdem Asus erste Entwürfe bereits auf der Computex 2011 und der CES 2012 gezeigt hatte, wurde das "Asus Padfone" jetzt auf dem Mobile World Congress final vorgestellt und soll schon im April in den Handel kommen.

Bei dem Hybridgerät Padfone handelt es sich um ein Smartphone mit Android 4.0 (Ice Cream Sandwich), das sich über eine Klappe in der Rückseite in eine Tablet-artige Dockingstation (10 Zoll Display-Größe) einsetzen lässt, ähnlich wie bei Kassettenrecordern. Zusätzlich kann man auch bei diesem Gerät dann auch die von der Transformer-Reihe bekannte Tastatur-Erweiterung anstecken und hat somit ein vollwertiges Notebook – wenn auch mit Android-Betriebssystem.

Das Smartphone selbst ist dabei fast schon zu ansehnlich, um es häufig der Tablet-Hülle zu verstecken. Zwar ist es mit 9,2 Millimetern nicht unbedingt das Schlankeste, es kann jedoch mit Features wie einem 4,3-Zoll-SuperAmoled-Display mit qHD-Auflösung (540 mal 960 Pixel)und Gorilla-Glas sowie einer 8-Megapixel-Rückkamera punkten. Die Frontkamera ist mit VGA-Auflösung (640 mal 480 Pixel) etwas mickrig ausgefallen; wird das Padfone als Tablet verwendet, steht immerhin eine zusätzliche 1,3-Megapixel-Kamera für Videotelefonate etc. bereit. Die Rückkamera des Smartphones kann in dieser Kombination weiterverwendet werden.

Auch die inneren Werte sind nicht von schlechten Eltern: Verbaut sind ein Qualcomm-Snapdragon-4-Chipsatz mit zwei 1,5-Gigahertz-Prozessoren, 1 Gigabyte RAM und je nach Ausstattung 16, 32 oder 64 Gigabyte Speicher – erweiterbar über eine MicroSD-Karte. Der Smartphone-Akku besitzt eine Kapazität von 1500 mAh, was für eine Sprechzeit von über 8,5 Stunden im UMTS-Netz ausreichen soll. Wie Asus-CEO und -Chairman Jonney Shih während der Präsentation im Rahmen des Mobile World Congress bekannt gab, wird die Laufzeit mit dem zusätzlichen Akku im Tablet verfünffacht, in Verbindung mit dem Tastatur-Dock sogar verneunfacht.

Auch an den Fall, dass ein Anruf während der Nutzung als Tablet oder Notebook eingeht, haben die Taiwaner gedacht. Die Lösung ist ein Stylus, der sich gleichzeitig als Bluetooth-Headset verwenden lässt.

Das Drei-in-Eins-Gerät soll laut Asus weltweit im April in den Handel kommen, weitere Details wurden nicht bekannt gegeben. Für Anfang des dritten Quartals ist außerdem eine LTE-Version geplant.