Leises 15,6-Zoll-Notebook

Asus K52F-SX051V im Test

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Das Asus K52F-SX051V besitzt keine 3D-Grafikkarte, sondern nur die im Prozessor integrierte Grafikeinheit. Richtig spielen kann man damit nicht, aber dafür bietet das Notebook andere Vorteile, wie der Test zeigt.

Asus K52F-SX051V: Testbericht

Statt einer Grafikkarte von ATI oder Nvidia sorgt im Asus K52F-SX051V die Grafikeinheit im Intel-Prozessor Core i3-350M für die Bildausgabe. Das macht das Notebook sparsamer - und zwar in verschiedener Hinsicht: Asus spart sich einen schnell drehenden und lauten Lüfter. Das K52F-SX051V wird auch unter Last nie so laut, dass es stört. Außerdem erwärmte es sich auch im Belastungstest viel weniger als ein vergleichbares Notebook mit Grafikkarte. Nicht zuletzt zieht das Asus K52F-SX051V auch weniger Strom: Bei geringer Last waren es rund fünf Watt weniger, bei hoher Last rund sieben bis zehn Watt weniger.

Geschwindigkeit
Bei Office- und den meisten Multimediaprogrammen spielt das 3D-Tempo der Grafikkarte keine Rolle. Hier geht es vor allem um die Geschwindigkeit von CPU, Arbeitsspeicher und Festplatte. Deswegen schnitt das Asus K52F-SX051V in den Tempo-Tests mit Standardprogrammen so schnell ab wie man es von einem Notebook mit Core i3 erwarten darf. Nur bei 3D-Spielen war das Asus-Notebook nicht konkurrenzfähig: Höchstens ältere oder wenig grafikintensive Games darf man dem K52F zumuten.

Ausstattung
Zum Speichern von Dateien besitzt das Asus-Notebook einen DVD-Brenner und eine 500 GB große Festplatte. Der Brenner arbeitete allerdings beim Beschreiben von CDs und DVDs nicht besonders schnell. Bei den Anschlüssen fehlt e-SATA. Außerdem hat das K52F nur drei USB-Anschlüsse. Gut: Der Netzwerkchip arbeitet mit Gigabit-Tempo, das WLAN nach dem aktuellen 11n-Standard. Bluetooth gibt es nicht.
Die vorinstallierte Software besteht vor allem aus Asus-Tools, die mehr oder minder brauchbar sind. Außerdem liegt die Cyberlink Blu-ray-Disc-Suite auf dem Rechner: Doch anders als der Name andeutet enthält sie keine Software zum Abspielen von Blu-ray-Discs oder DVDs, sondern nur das Brenn-Programm Power2Go. Zusätzlich bekommt man als Asus Webstorage 100 GB Onlinespeicher für 60 Tage kostenlos.

Bildschirm
Der spiegelnde 15,6-Zoll-Bildschirm zeigte im Test eine ordentliche Helligkeit. Sein Kontrast war aber nur mittelmäßig. Dafür überraschte er mit niedrigen Schaltzeiten: Dumm nur, dass man diesen Vorteil zumindest für aktuelle Spiele kaum nutzen kann, denn dafür ist die Grafikeinheit zu schwachbrüstig.

Mobilität
Im Akku-Test brachte die sparsame integrierte Grafik kaum Vorteile. Das Asus K52F-SX051V hielt mit einer Akkuladung rund 3,5 Stunden durch: Das ist ein Wert, den auch viele 15,6-Zoll-Notebooks mit 3D-Karte schaffen. Auch beim Gewicht kann sich das Asus-Notebook mit 2,6 Kilogramm nicht von der Konkurrenz absetzen.

Tastatur
Gewöhnungsbedürftig: Die Tasten des separaten Nummernblocks im Asus K52F-SX051V sind schmaler als die anderen Tasten. Richtig zufrieden waren die Tester mit der Tastatur nicht: Sie bog sich beim Tippen etwas durch und den Tasten fehlte ein klarer Druckpunkt. Eine präzise Maussteuerung per Touchpad war beinahe unmöglich: Ans Asus-Notebook gehört daher unbedingt eine externe Maus.

Fazit: Das Asus K52F-SX051V hat zwar keine schnelle Grafikkarte, bleibt dafür aber auch im größten Stress leise und kühl. Daher wäre es ein ideales Arbeits-Notebook, zumal es bei Standard-Programmen ein hohes Tempo lieferte. Da passt aber gar nicht ins Bild, das Tastatur und Touchpad nur mittelmäßig sind.

Alle Testergebnisse zum Asus K52F-SX051V finden Sie in PC WELT, Heft 10/2010.