Asus G1

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Auffällige Optik, schnelle Grafikkarte: Das Asus G1 präsentiert sich als ideales Spiele-Notebook. Im Test musste der Mobilrechner dies unter Beweis stellen.

Verarbeitung: Spieler lieben auffällige Notebooks – und Asus gibt ihnen beim G1 das volle Programm. Der Displaydeckel glänzt in polierter Klavierlack-Optik, auch grüne Rallystreifen am Displayrahmen und die grün markierten Bewegungstasten (<W>, <S>, <A>, <D>) machen das Asus G1 zum Hingucker. Außerdem legt Asus noch einen schicken Rucksack und eine Maus bei. Die Gehäuse-Unterseite des Asus G1 wirkt wenig stabil, das Gehäuse knarzte beim Hochheben. Und das Asus G1 ist pflegeintensiv, denn die polierte Handballenauflage ist anfällig für Fingerabdrücke.

Tempo: Das Asus G1 zeigte im Test auch bei Standard-Anwendungen sehr hohes Tempo. Die 3D-Karte Nvidia Geforce Go 7700 gehört nicht in die High-End-Kategorie, reicht aber bei den meisten Spielen für ruckelfreies Spielen bei optimalen Effekten aus - die maximale Auflösung des Panels beträgt nämlich nur 1280 x 800. Bei besonders effektintensiven Spielen wie F.E.A.R. muss man allerdings die Bildqualität etwas herunterschrauben – etwa die Kantenglättung de-aktivieren – um flüssige Bildraten zu erhalten. Je nach Spiel liegt das Asus G1 mit der Geforce Go 7700 um 20 bis 30 Prozent hinter Notebooks mit Geforce Go 7900GS wie dem Dell Inspiron 9400 oder dem Toshiba Satellite Pro P100.

Ausstattung: An den Hardware-Komponenten gibt es nichts zu bekritteln – das Asus G1 bietet eine große Festplatte, einen Lightscribe-fähigen DVD-Brenner, Gigabit-Ethernet, 11a/g-WLAN sowie Bluetooth. Einen externen Monitor kann man per VGA- oder DVI-D-Ausgang anschließen.

Ergonomie: Am Display des Asus G1 stört eigentlich nur die spiegelnde Oberfläche. Denn die Helligkeit liegt für Innenräume und Schattenplätze draußen hoch genug und ist sehr gleichmäßig über den Bildschirm verteilt. Auch Farben stellte das Asus G1 kräftig dar. Beim Spielen drehte der Lüfter in unserem Test deutlich hörbar auf, blieb mit maximal 1,4 Sone aber noch unter der Nerv-Schwelle.

Handhabung: Die Tastatur ist ziemlich stabil, beim schnellen Schreiben aber auch recht laut. Die griffige Oberfläche des Touchpad erlaubt präzises Steuern des Mauszeigers, die Touchpad-Tasten besitzen einen deutlichen Druckpunkt.

Mobilität: Asus packt einen recht großen Akku (71 Wh) ins G1 – mobiler wird das Notebook dadurch aber nicht, nur schwerer (Gewicht: 3,18 Kilogramm). Im Akkubetrieb schluckt das Asus G1 schon beim Nichtstun über 26 Watt, beim Spielen steigt der Verbrauch auf knapp 60 Watt. Somit läuft es nur 2:42 Stunden im Office-Betrieb, knapp zwei Stunden beim DVD-Schauen und 1:13 Stunde beim Spielen.

Fazit: Das Asus G1 ist zwar kein High-End-Spiele-Notebook, bietet aber genug 3D-Leistung für die meisten Spiele. Das Design ist auffällig und sein Preis-Leistungsverhältnis top.