Wikileaks-Gründer

Assange reicht Berufung gegen Auslieferungs-Urteil ein

13.06.2012
In einem weiteren juristischen Schritt haben die Anwälte von Wikileaks-Gründer Julian Assange Berufung gegen ein Urteil für dessen Auslieferung nach Schweden eingelegt.
Gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange gibt es noch immer keine Anklage.
Gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange gibt es noch immer keine Anklage.
Foto: Espen Moe

Der Einspruch sei am Dienstagabend vor Auslaufen der Frist am Mittwoch eingegangen, sagte eine Sprecherin des Supreme Courts in London der Nachrichtenagentur dpa. Das Gericht werde sich den Einspruch nun sofort ansehen. Einen Zeitrahmen, wann entschieden oder ob er angenommen werde, gebe es aber nicht.

Assange ist ist seit mehr als einem Jahr in ein Verfahren verstrickt, weil Schweden seine Auslieferung aus Großbritannien fordert. In Schweden soll er zu Vorwürfen der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung befragt werden. Das höchste britische Gericht hatte Ende Mai entschieden, der schwedische Haftbefehl sei rechtens, er könne ausgeliefert werden. Nun könnte das Verfahren neu aufgerollt werden. Assange bleibt zudem die Möglichkeit, vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte nach Straßburg zu ziehen. (dpa/tc)