802.11n-Upgrade per Software-Download

Aruba bringt WLAN-Technik zum Mitwachsen

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Neue Access Points von Aruba können während des laufenden Betriebs über das Netz auf den Turbo-WLAN-Standard 802.11n aufgerüstet werden.

Unternehmen, die aktuell ein Wireless-LAN (WLAN) planen oder erweitern, stellt der Draft-Standard 802.11n vor eine schwere Entscheidung: Zum einen bietet 802.11n deutliche Vorteile hinsichtlich Bandbreite und Reichweite, zum anderen kommen erst jetzt allmählich Endgeräte auf den Markt, die den neuen Standard unterstützen, der voraussichtlich erst kommendes Jahr verabschiedet wird.

Um IT-Verantwortliche in ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen (und eine potenzielle Kaufzurückhaltung im Markt abzuwehren), hat Aruba Networks nun eine neue Serie von Access Points (APs) für die bestehenden WLAN-Standards 802.11a/b/g angekündigt. Die Access Points "AP-124ABG" und "AP-125-ABG" lassen sich während des laufenden Betriebs durch ein (kostenpflichtiges) Firmware-Upgrade über das Netz mit 802.11n-Software ausrüsten und arbeiten dann im 802.11n-Dual-Radio-Betrieb. Anwender sind somit in der Lage, ihre spätere Migration auf 802.11n vorzubereiten, ohne dass ihnen die Kosten für ein sofortiges Upgrade entstehen.

Die ab Frühsommer verfügbaren Access Points eignen sich laut Aruba für drahtlose Zugangslösungen, die Suche nach Eindringlingen ins WLAN (Intrusion Detection) sowie den Aufbau sicherer, vermaschter WLAN-Infrastrukturen für Unternehmen oder Remote-Anwendungen. Außerdem unterstützen die Geräte im 3x3-MIMO-Modus den heute gültigen 802.3af-Standard für die Stromversorgung über das LAN (Power over Ethernet, PoE). Ein kostspieliges Aufrüsten der vorhandenen PoE-Technologie ist somit nicht nötig.

"Wann genau ein Anwender zu 802.11n migriert, ist individuell unterschiedlich und hängt von den verwendeten Applikationen, der Verfügbarkeit von 802.11n-Clients und dem Budget ab", sagt Michael King, Research Director beim Marktforschungsunternehmen Gartner. "Da die Implementierung von WLAN-Infrastrukturen heutige und zukünftige Anforderungen berücksichtigen muss, entspricht eine flexible Herangehensweise an 802.11n dem, was viele Organisationen sich wünschen, vor allem, wenn sie sich noch nicht fest entschieden haben, wann sie auf den neuen Standard umsteigen wollen." (mb)