Web

Online-Konsolidierung

Ars Technica geht an Condé Nast

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der US-Verlag Condé Nast erweitert sein Online-Portfolio "CondéNet" um "Ars Technica", eine vor zehn Jahren gegründete Site für unabhängige IT-News und Analysen.

Wie "TechCrunch" - vermutlich einer der nächsten Übernahmekandidaten - berichtet, beträgt der Kaufpreis für "Ars Technica" rund 25 Millionen Dollar (ein solcher Deal wäre in Deutschland noch undenkbar, befindet Branchenkenner Peter Turi). Condé Nast lässt sich die 1998 von Kevin "Caesar" Fisher und Jon "Hannibal" Stokes gegründete Zehn-Mann-Firma damit in etwa genauso viel kosten wie von zwei Jahren "Wired.com".

"Ars Technica" wird Teil demnach des CondéNet-Bereichs Wired Digital, zu dem auch Reddit gehört. Eine offizielle Ankündigung soll heute folgen.

ComScore gibt für "Ars Technica" 1,5 Millionen Unique Visitors und vier Millionen Page Views pro Monat an. "TechCrunch" geht allerdings von eher 4,5 Millionen Unique Visitors aus. Vermarktet wurde "Ars Technica" bislang von Federated Media Publishing, nun übernimmt CondéNet diese Aufgabe. Federated Media hatte im vergangenen Jahr bereits Digg.com an Microsoft verloren.

Laut "paidcontent.org" kauft kauft Wired Digital außerdem die Entwicklerseite "Webmonkey" und das Web-Magazin "HotWired" von Lycos zurück