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Ars Electronica 2006 untersucht Herausforderungen der Zukunft

24.04.2006
Die Ars Electronica 2006 beschäftigt sich in diesem Jahr vorwiegend mit der Rolle der Kunst als Avantgarde und Experimentierfeld "inmitten einer steigenden Flut von Informationen, Optionen und permanenten Veränderungen".

Neben zahlreichen Ausstellungen und Performances wird das größte Medienkunstfestival Europas vom 31. August bis 5. September in Linz unter dem Titel "Simplicity - the art of complexity" mit den zunehmend komplizierteren Abläufen und Zusammenhängen befassen, die das Leben des Einzelnen bestimmen.

"Die Herausforderung der Zukunft wird darin bestehen, Komplexität für alle durchschaubar und nutzbar zu gestalten", erläuterte Gerfried Stocker für die Veranstalter am Freitag das Thema. Es gehe dabei um Technologiekompetenz, vor allem aber auch um die soziale Kompetenz des Einzelnen, die den Menschen befähige, eigenständig über den Einsatz von Technologien zu entscheiden. Werkzeuge, die ursprünglich gedacht waren, unser Leben zu vereinfachen, schienen genau das Gegenteil zu bewirken. Aus diesem Grund widmet sich das Rahmenprogramm der Ars Electronica in diesem Jahr konkreten Aufgabenstellungen wie etwa der leichteren Bedienbarkeit von Computerprogrammen.

Kurator des Themensymposiums des Festivals ist nach Angaben von Pressesprecher Wolfgang Bednarzek der US-Grafikdesigner John Maeda. Die Ars Electronica, "ein Zwitter", so Bednarzek, werde zweigleisig fahren. Vorträgen, Diskussionen und Künstlergesprächen auf der einen Seite stehen unterschiedliche Darbietungen von Künstlern und Software-Designern gegenüber. Einzelheiten sollen jedoch erst im Juni bekannt gegeben werden.

Die Ars Electronica ist das älteste Festival der elektronischen Medien in Europa. Seit 1979 beschäftigt es sich auf wissenschaftliche und künstlerische Weise mit Themen und Entwicklungen am Schnittpunkt von Kunst, Medien, Technologie und Gesellschaft. Im Rahmen des Festivals findet auch der internationale Wettbewerb Prix Ars Electronica statt. (dpa/tc)