IoT-Sicherheit

ARM greift nach israelischer Security-Firma Sansa

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der britische Chipdesigner ARM verhandelt Medienberichten zufolge über eine Übernahme des israelischen Startups Sansa.

Sansa ist auf die Sicherheit von mobilen Geräten und Computer-Chips spezialisiert. Eine Übernahme könnte noch in diesem Monat zustandekommen und ARM zwischen 75 und 85 Millionen Dollar kosten, schreibt das "Wall Street Journal" wiederum unter Berufung auf die israelische Wirtschaftszeitung "Calcalist". ARM würde sich damit insbesondere im Markt für die Vernetzung von Alltagsgegenständen (Internet of Things, kurz IoT) verstärken. Sicherheitsexperten und Datenschützer warnen seit einiger Zeit vermehrt von den Risiken des Internets der Dinge.

ARM-Zentrale in Cambridge, Eingang
ARM-Zentrale in Cambridge, Eingang
Foto: Yesme@ via Wikimedia Commons (CC-BY-SA-2.0)

Sansa wurde im Jahr 2000 gegründet und hat seither etwa 37 Millionen Dollar an Investitionen von Geldgebern wie Accel Partner, Sequoia Capital, Genesis Partner sowie Pitango Venture Capital erhalten. Die Firma sitzt in Kfar-Netter knapp 30 Kilometer nördlich von Tel Aviv. Eine Übernahme würde für ARM zu den größeren gehören. In den vergangenen Jahren hatten die Briten nur kleinere Zukäufe getätigt, die meist nicht einmal einer Mitteilung an die Aktionäre bedurften. 2004 hatte ARM für die Übernahme des SoC-Komponenten-Designers (System-on-Chip) Artisan Components für 913 Millionen Dollar allerdings ordentlich tief in die Tasche gegriffen.