Archivieren mit Winzip-Alternative

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Zu Datenkomprimierung hat sich das ZIP-Format durchgesetzt. Obwohl Microsofts Betriebssystem Windows XP diese Archive verarbeitet, wollen die meisten Anwender nicht auf eine eigenständige Komprimierungssoftware verzichten. Hinzu kommt, dass beileibe noch nicht jeder PC-Nutzer das aktuelle Windows-Release aufgespielt hat, sondern manch einer beispielsweise noch mit Windows 2000 arbeitet. Wem Produkte wie Winzip oder Winrar zu teuer sind, um alle Rechner damit auszustatten, der sollte einen Blick auf "Filzip " werfen. Die Software ist gratis auf der Filzip-Website erhältlich.

Funktional steht die Freeware ihren kommerziellen Pendants um nichts nach. Filzip kommt mit allen gängigen Komprimierungsformaten klar. Geschrieben werden können neben ZIP auch das unter Linux übliche TAR-Format sowie einige andere. Vielseitiger ist Filzip beim Öffnen: Hier arbeitet das Tool auch mit RAR-Archiven und diversen Exoten.

Bei der Bedienung hat sich der Entwickler eng an die Oberfläche von Winzip angelehnt. Jeder halbwegs geübte Anwender kommt auf Anhieb mit dem Werkzeug zurecht. Auch Funktionen wie das Erzeugen selbst extrahierender Archive oder das Aufteilen der Daten auf mehrere Dateien mit vorgegebener Größe lassen sich einfach in den übersichtlichen Menüs erreichen. Zudem integriert sich Filzip in das Windows-Kontextmenü. Allerdings ist die Software noch nicht ganz frei von Bugs, obwohl im September dieses Jahres bereits Version 3.02 erschienen ist. Die Fehler wirken sich aber auf den Alltagseinsatz nicht aus. Anwendern steht ein vom Autor kreiertes Forum auf der Website zur Verfügung, das sie offensichtlich gut annehmen. Wer Hilfe sucht, wird hier mit hoher Wahrscheinlichkeit fündig.

CW-Fazit: Filzip ist eine Alternative zu den bekannten Komprimierungsprogrammen unter Windows. Da das Tool kostenlos ist, kann man über kleinere Bugs getrost hinwegsehen.