Studie

Arbeitnehmer erwarten mehr Produktivität durch Social Media

29.05.2013
Soziale Medien wie Facebook, Twitter oder Instant Messaging setzen ihren Siegeszug in der privaten Kommunikation weiter fort.
Zu der Studie hat Microsoft die Infografik "Social Tools am Arbeitsplatz" veröffentlicht.
Zu der Studie hat Microsoft die Infografik "Social Tools am Arbeitsplatz" veröffentlicht.
Foto: Microsoft

Rund 1,5 Milliarden Menschen weltweit besitzen bereits einen Zugang zu einem Sozialen Netzwerk. Doch auch im beruflichen Alltag wollen viele Menschen auf die gewohnten Werkzeuge nicht mehr verzichten. Einer aktuellen Studie zufolge gehen bereits zwei von fünf befragten Arbeitnehmern in Europa davon aus, dass sie die Produktivität bei der Arbeit deutlich steigern könnten. In Deutschland erwarten das sogar 50 Prozent. Die Arbeitgeber sind allerdings oft zurückhaltend, geht aus einer Untersuchung hervor, die die Marktforschungsfirma Ipsos im Auftrag von Microsoft erstellt hat.

Ein Viertel der Befragten findet, dass ihr Arbeitgeber die Vorteile der Sozialen Medien am Arbeitsplatz unterschätzen. Im Gegenteil würden 65 Prozent der Unternehmen in Europa und 75 Prozent in Deutschland die Nutzung Sozialer Medien wegen Sicherheitsbedenken unterbinden, 58 Prozent befürchten einen Rückgang der Produktivität der Mitarbeiter. Vermehrt würden Mitarbeiter deshalb nicht nur ihre eigenen Geräte, sondern auch ihre privat genutzten Anwendungen "durch die Hintertür" in die berufliche Kommunikation einschleusen, teilte Microsoft mit.

Neben der Email, die in Deutschland von 93 Prozent der befragten Unternehmen zur Kommunikation genutzt wird, sind vor allem Intranets und sogenannte Team-Sites (bei 45 Prozent der Unternehmen) für die Kommunikation im Einsatz. Video-Konferenzen nutzen 24 Prozent, Instant Messaging zwölf Prozent der Unternehmen. Lediglich sechs Prozent setzen Soziale Netzwerke und Blogging-Plattformen ein. Für die Erhebung wurden europaweit 4787 Arbeitnehmer befragt. (dpa/tc)