"Connected Car ist ein Megatrend"

Arbeiten bei Porsche

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Der Sportwagenbauer Porsche zählt zu den Gewinnern des aktuellen IT-Absolventenbarometers. Welche IT-Herausforderungen auf Young Professionals und IT-Experten warten, berichtet Sven Lorenz, Leiter Informationssysteme der Porsche AG.

CW: Was treibt Porsche im Markt für IT-Fachkräfte an?

Lorenz: Uns bewegen alle Themen rund um das vernetzte Auto, Fragen des wertschaffenden IT-Managements im Zeitalter von Big Data und innovative Lösungen für die Prozessintegration. Wir müssen bekannte Themen mit neuen Fragen verknüpfen und eine für unser Unternehmen optimale Lösung finden - diese darf gern auch außerhalb bisheriger Denkweisen liegen. Unser Bedarf an IT-Fachkräften wächst speziell in der Fahrzeugentwicklung. Hier müssen Mitarbeiter Kenntnisse der Fahrzeug- und Elektrotechnik mit denen der IT und Elektronik kombinieren. Thematisch reicht das Spektrum von der Entwicklung der Steuergerätesoftware über die Diagnosesysteme bis hin zur Mensch-Maschine-Schnittstelle. Hierfür die passenden Mitarbeiter mit der Begeisterung für die Marke Porsche zu finden, die sich als Teamplayer einbringen wollen, ist eine der spannendsten Herausforderungen im Recruiting.

Wer für Porsche arbeiten will, sollte nicht nur von der Marke fasziniert sein, sondern auch jede Menge fachliches IT-Know-how mitbringen.
Wer für Porsche arbeiten will, sollte nicht nur von der Marke fasziniert sein, sondern auch jede Menge fachliches IT-Know-how mitbringen.
Foto: Porsche

CW: Mit welchen Skills kann man derzeit bei Porsche landen?

Lorenz: Gegenwärtig ist vor allem das Thema Connected Car ein Megatrend für uns. Hierfür suchen wir Mitarbeiter mit verschiedenen Erfahrungshintergründen und Schwerpunkten, etwa in den Bereichen Sicherheitsfunktionen, App-Entwicklung, fahrzeugbezogene Online-Dienste und Fahrzeugkonnektivität. Hinzu kommen IT-Projektleiter, die anspruchsvolle Projekte mit hoher Komplexität in einem Umfeld zum Erfolg führen können, das für uns als Sportwagenhersteller noch relativ neu ist.

CW: Wie viele IT-Mitarbeiter arbeiten bei Porsche in Deutschland?

Lorenz: Die Porsche AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften haben rund 350 IT-Mitarbeiter im klassischen Bereich. Hinzu kommen noch einmal rund 300 Mitarbeiter im Bereich Entwicklung Elektrik/Elektronik - darunter viele mit einem Informatikstudium, aber auch zunehmend Wirtschafts- und technische Ingenieure, wobei nicht alle zwangsläufig einen Studienschwerpunkt im IT-Umfeld haben müssen. Aktuell haben wir in der klassischen IT und der Fahrzeug-IT über 20 Stellen ausgeschrieben. Darüber hinaus haben wir einen Bedarf bei unseren schnell wachsenden Tochtergesellschaften MHP und Porsche Engineering Services.

Porsche-CIO Sven Lorenz: "Uns bewegen alle Themen rund um das vernetzte Auto, Fragen des wertschaffenden IT-Managements im Zeitalter von Big Data und innovative Lösungen für die Prozessintegration. Wir müssen bekannte Themen mit neuen Fragen verknüpfen."
Porsche-CIO Sven Lorenz: "Uns bewegen alle Themen rund um das vernetzte Auto, Fragen des wertschaffenden IT-Managements im Zeitalter von Big Data und innovative Lösungen für die Prozessintegration. Wir müssen bekannte Themen mit neuen Fragen verknüpfen."
Foto: Privat

CW: Was macht einen guten Porsche-Mitarbeiter aus?

Lorenz: Er bringt fachliches Know-how, Begeisterung, Faszination für alle Themen rund um das Fahrzeug, Freude an der Arbeit mit unterschiedlichen Menschen und die Fähigkeit mit, auch unter wechselnden Rahmenbedingungen sicher agieren zu können.

Die Traumarbeitgeber der Informatiker

Jahr für Jahr steht Google an Platz eins der beliebtesten Arbeitgeber, wo Informatikstudenten gerne arbeiten würden. Ein ernsthafter Konkurrent ist nicht in Sicht, SAP stagniert abgeschlagen auf dem zweiten Rang. Unterdessen arbeiten sich die Automobilkonzerne im Ranking nach vorne. Hier gehts zum ausführlichen Bericht über das aktuelle IT-Absolventenbarometer von Trendence.