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Appsworld: Oracle will die Portlet-Erstellung vereinfachen

20.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf seiner heute beginnenden Hausmesse Appsworld will Oracle zwei neue Techniken vorstellen, mit denen sich so genannte Portlets - Mini-Anwendungen, die Inhalte für ein Unternehmensportal liefern - einfacher als bisher entwickeln lassen. Vermittels "OmniPortlet" könnten Endanwender ohne Zuhilfenahme von Programmierern einfach aus ihrem Browser heraus Datenquellen wie Datenbanken, Web-Services oder Spreadsheets direkt anzapfen, verspricht Vice President Marketing John Magee.

Ergänzend gibt es noch das "Web Clipping", mit dem sich Inhalte aus internen Websites gewissermaßen ausschneiden und ins Firmenportal übernehmen lassen. An ähnlichen Konzepten arbeiten auch Konkurrenten wie IBM, Bea oder Sybase. Nate Root von Forrester Research hält davon aber nicht allzu viel. "Anwender überlassen die Portlet-Entwicklung immer noch größtenteils der IT. Und die IT-Abteilung will auch gar nicht, dass Business-User ihre eigenen Portlets erzeugen, und sei es mit dem simpelsten Assistenten der Welt. Es gibt einfach bessere Arten, wie Business User ihre Zeit verbringen sollten, kommentiert der Analyst.

Wie auch immer, OmniPortlet und Web Clipping sind Bestandteile des kostenlos downloadbaren 9i Application Server Portal Developer Kit und sollen in die neue Version 9.04 des 9i Application Server Release 2 übernommen werden, der in der ersten Hälfte 2003 erscheinen soll. (tc)