Gruselige iPhone-Apps

Apps für Halloween

Peter Müller ist der Ansicht, dass ein Apple täglich den Arzt erspart. Sei es iMac, Macbook, iPhone oder iPad, was anderes kommt nicht auf den Tisch oder in die Tasche. Seit 1998 beobachtet er die Szene rund um den Hersteller von hochwertigen IT-Produkten in Cupertino genau. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er die Apple-Geschichte genau genug, um auch die Gegenwart des Mac-Herstellers kritisch und fair einordnen zu können. Ausgeschlafene Zeitgenossen kennen und schätzen seine Beiträge im Macwelt-Morgenmagazin, die die Leser werktags pünktlich um acht Uhr morgens in den nächsten Tag mit Apfel und ohne Doktor begleiten. Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus.
Stephan Wiesend schreibt für die Computerwoche als Experte zu den Themen Mac-OS, iOS, Software und Praxis. Nach Studium, Volontariat und Redakteursstelle bei dem Magazin Macwelt arbeitet er seit 2003 als freier Autor in München. Er schreibt regelmäßig für die Magazine Macwelt, iPhonewelt und iPadwelt.
Die dunkle Jahreszeit beginnt. Zeit für ausgehöhlte Kürbisse, Klingelstreiche im Gruselkostüm und schaurige Apps. Wir geben einen Überblick über Halloween-Apps.

Wenn am Montag Abend, nachdem die Nacht laut Uhrzeit eine Stunde früher hereingebrochen ist als noch am Samstag, im Minutentakt kleine und größere Kinder im Gruselkostüm an Ihrer Tür klingeln und wahlweise "Süßes, sonst gibt’s Saures!" oder "Trick or treat" skandieren, nehmen Sie es ihnen bitte nicht übel. Dass Halloween in den letzten 20 Jahren in Deutschland populär geworden ist und mittlerweile den Stellenwert eines Karnevals im Herbst hat, ist auf einen profanen Grund zurück zu führen. Die durch den ersten Irakkrieg ausgefallene Faschingssaison 1991 hat gut drei Jahre später die "Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwarenindustrie (DVSI)" zur Idee gebracht, sich mit einer zweiten Saison ein weiteres Standbein zu schaffen, gibt der Sprecher der Fachgruppe Karneval Dieter Tschorn gegenüber dem Magazin der Süddeutschen Zeitung unumwunden zu.

Der Anlass des Festes ist aber viel älter als die USA, in der Halloween zum Mummenschanz mutierte. In keltischen Zeiten war die Nacht zwischen Oktober und November die Nacht zu Neujahr, ein Fest des Vergehens und Wiedererstehens. Um den heidnischen Kelten ihren Glauben an Naturgeister und -götter auszutreiben, hat die katholische Kirche das Fest "Allerheiligen" erfunden: All den Heiligen gewidmet, von denen nicht wenige nichts weiter sind als katholische Reinkarnationen keltischer Naturgötter. Gerade in Bayern hat sich die Heiligenanbetung bis in die heutige Zeit gehalten.

Begreifen Sie das Spektakel von Montag auf Dienstag also einfach als einen weltlichen Mummenschatz, erfreuen sich an kunstvoll ausgehöhlten Kürbissen und halten ein paar Süßigkeiten bereit. Denn weitere Berufsgruppe erfreuen sich an dem Hype um Halloween: Landwirte, die ihre Kürbisse nun für einen Preis losschlagen können, von denen sie nur träumten, als das reichlich geschmacklose Gemüse vorwiegend der Ernährung der Schweine diente und Bonbon-Fabrikanten, die unmittelbar vor dem Weihnachtsgeschäft einen zusätzlichen Umsatzschub erleben.

An Halloween verdienen auch nicht zuletzt Entwickler von Apps. Einige sind speziell für den Anlass konzipiert, andere taugen auch das restliche Jahr über und eine dritte Gruppe besteht nur aus gruslig gefärbten Varianten. Unsere Bildergalerie zeigt die besten Apps für Halloween:

Der Artikel stammt von der CW-Schwesterpublikation Macwelt. (sh)