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Applied Materials streicht 2000 Jobs

21.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kalifornische Ausrüster von Halbleiterproduzenten Applied Materials wird weltweit 2000 Stellen abbauen. Das sind fast elf Prozent der gesamten Belegschaft. Betroffen sind unter anderem 700 Angestellte der Werke im Silicon Valley und 500 Mitarbeiter einer Fabrik in Austin im US-Bundesstaat Texas. "Wir haben bereits eine Reihe von aggressiven Sparprogrammen umgesetzt, um Stellenkürzungen zu vermeiden", entschuldigt Firmenchef James Morgan die Maßnahmen. Die anhaltende Schwäche der Halbleiterindustrie habe jedoch zusätzliche Maßnahmen erfordert.

Die nicht näher bezifferten Kosten für die Restrukturierung sollen als außerordentliche Aufwendungen im vierten Quartal verbucht werden, das am 28. Oktober 2001 endet. An den Umsatzerwartungen für den vierten Dreimonatszeitraum hält Applied Materials weiterhin fest. Die Einnahmen sollen in etwa den Ergebnissen des dritten Quartals entsprechen (1,33 Milliarden Dollar). Im vierten Quartal des vergangenen Jahres erwirtschaftete das Unternehmen noch einen Umsatz in Höhe von 2,92 Milliarden Dollar. Seit den Terroranschlägen in den USA ist die Aktie von Applied Materials um rund 25 Prozent gefallen. Zum gestrigen Börsenschluss notierte der Anteilschein mit einem Rückgang um 5,2 Prozent bei 29,49 Dollar.