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Applied Materials rutscht tief in die roten Zahlen

13.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kalifornische Ausrüster von Chipfertigungsstätten Applied Materials musste in seinem ersten Geschäftsquartal rote Zahlen sowie einen Umsatzrückgang von 58 Prozent hinnehmen. Allerdings erklärte das Unternehmen, dass die Talsohle in der Halbleiterindustrie erreicht sei und es Anzeichen für eine Marktbesserung gebe. "Die Lagerüberbestände an Chips gehen zurück, und es gibt weitere positive Signale", sagte Firmenchef James Morgan. So sei das Auftragsvolumen im ersten Geschäftsquartal leicht auf 1,12 Milliarden Dollar gestiegen, während es in den drei vorhergehenden Monaten noch 1,1 Milliarden Dollar betragen hatte. Es handelt sich hier um den ersten Zuwachs in den vergangenen vier Quartalen. Im zweiten Geschäftsquartal 2002 soll das Auftragsvolumen um zehn bis 15 Prozent gegenüber den vergangenen drei Monaten steigen.

Im abgelaufenen Berichtszeitraum meldete Applied Materials einen Nettoverlust von 45,5 Millionen Dollar oder sechs Cent je Aktie. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatten die Kalifornier noch ein Plus von 156,8 Millionen Dollar oder 19 Cent pro Anteilschein erwirtschaftet. Ohne Sonderaufwendungen wie Restrukturierungskosten (Computerwoche online berichtete) belief sich der Gewinn auf 15 Millionen Dollar oder zwei Cent je Aktie und fiel damit etwas besser aus, als von Applied Materials zuvor anvisiert wurde. Ein Jahr zuvor hatte der operative Profit jedoch noch um 97 Prozent höher gelegen. Der Umsatz ging im ersten Geschäftsquartal von 2,36 Milliarden auf eine Milliarde Dollar zurück.

Die Aktie von Applied Materials fiel am gestrigen Dienstag zunächst um 2,1 Prozent auf 44,7 Dollar, legte im nachbörslichen Handel jedoch wieder um ein Prozent auf 45,2 Prozent zu. (ka)