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Applied Materials rechnet mit einer anziehenden Nachfrage

17.11.2005
Der führende Hersteller von Chipfertigungsmaschinen ist trotz Gewinn- und Umsatzeinbruchs optimistisch.

"Wir glauben fest daran, dass 2006 ein Jahr des Wachstums sein wird", erklärte Mike Splinter, CEO von Applied Materials, in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Die Fertigungsanlagen der Halbleiterhersteller seien nahezu völlig ausgelastet, was für einen Anstieg der Aufträge im kommenden Geschäftsjahr spreche. Erhöhten Bedarf sieht Splinter vor allem bei Anbietern von Memory-Chips wie Samsung.

Finanzchefin Nancy Handel rechnet damit, dass Applied im laufenden ersten Geschäftsquartal 2006 (Ende: 31. Januar) einen Gewinn von 14 bis 15 Cent je Aktie erzielen wird, während die Umsätze im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um drei bis fünf Prozent steigen sollen.

In den Monaten August, September und Oktober hatte das Unternehmen 1,72 Milliarden Dollar hohe Einnahmen erwirtschaftet, das entspricht einem Rückgang um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum vorangegangenen dritten Fiskalquartal legten die Erlöse dagegen um fünf Prozent zu - Applied war von ähnlichen oder nur leicht höheren Umsätzen ausgegangen.

Der Nettoprofit brach im Jahresvergleich um 46 Prozent auf 246,7 Millionen Dollar oder 15 Cent pro Aktie ein. Im Ergebnis enthalten ist eine erhöhte Steuerlast von 32 Millionen Dollar oder zwei Cent je Aktie, die durch die Rückführung von im Ausland erzielten Gewinnen zustande kam. Von Thomson First Call befragten Analysten hatten im Schnitt nur einen Profit von 14 Cent je Aktie erwartet. (mb)