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Applied Material im Minus

13.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Applied Materials, einer der führenden Anbieter von Geräten für die Chip-Herstellung, hat sein drittes Fiskalquartal (Ende: 27. Juli) in den roten Zahlen abgeschlossen. Der Verlust belief sich auf 37 Millionen Dollar oder zwei Cent je Aktie. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres war noch ein Profit von 115 Millionen Dollar (sieben Cent) erwirtschaftet worden. Ohne Kosten für die Restrukturierung und für Entlassungen wurde laut Applied von Mai bis Juli ein Gewinn von 78 Millionen Dollar erzielt. Damit konnten die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen werden.

Der Umsatz fiel von 1,46 Milliarden Dollar in der Vorjahresperiode auf aktuell 1,09 Milliarden Dollar. Gleichzeitig verringerte sich der Auftragseingang um 41 Prozent auf 1,05 Milliarden Dollar. Applied lag damit im Rahmen der eigenen Prognose sowie neun Prozent über dem Auftragseingang des direkten Vorquartals. Beobachter gehen davon aus, dass die Firma im Oktober ihr drittes Geschäftsjahr in Folge mit schrumpfenden Einnahmen beenden wird. Grund für die Flaute sind verschobene Investitionen der ebenfalls unter finanziellem Druck stehenden Chip-Hersteller. (ajf)