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Apples Profigeräte werden schneller und billiger

28.01.2003
Apple hat seinen Power Mac G4 technisch überholt und deutlich im Preis gesenkt. Das schnellste Modell taktet jetzt mit 1,42 Gigahertz. Dazu gibt es ein neues 20-Zoll-Display für 1623 Euro.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit einer technisch zeitgemäßen Aufrüstung und deutlichen Preissenkungen will Apple seine "Powermac-G4"-Profi-Desktops wieder attraktiv machen. Auch die hauseigenen Flachbildschirme werden erheblich günstiger. Ganz neu ist ein 20-Zoll-Display für 1623 Euro.

Der schnellste Powermac G4 ist nun mit zwei 1,42 Gigahertz schnellen Prozessoren bestückt. Außerdem unterstützt er die auf der Macworld Expo im Januar vorgestellten neuen Techniken "Airport Extreme" (Apples Bezeichnung für WLAN gemäß IEEE 802.11g) und "Firewire 800". Das Topmodell ist ab Februar für 3247 Euro erhältlich.

Die drei Standard-Konfigurationen des Powermac G4 takten ab heute mit 1 Gigahertz, 1,25 Gigahertz sowie 1,42 Gigahertz und sind bis auf die kleinste mit zwei Prozessoren bestückt. Die Hauptplatine basiert auf der Technik des Rackmount-Servers "Xserve" und unterstützt bis zu 2 MB DDR-L3-Cache und DDR-Hauptspeicher mit 333 Megahertz Taktung. Für Erweiterungen stehen fünf Steckplätze zur Verfügung, davon sind vier PCI-Slots mit 64 Bit und 33 Megahertz frei. Die verbauten "Superdrives" (DVD-R/CD-RW, im Spitzenmodell serienmäßig) und Combo-Laufwerke (DVD-ROM/CD-RW) arbeiten laut Apple nun doppelt so schnell wie bisher. Insgesamt vier 3,5-Zoll-Einschübe können Festplatten mit je 60 bis 180 GB Kapazität aufnehmen.

Für den Anschluss von Peripheriegeräten gibt es wie gehabt viermal USB (1.1) und zwei Firewire-400-Ports, neu ist ein doppelt schneller Firewire-800-Port. Im AGP4x-Steckplatz für die Grafikkarte steckt eine ATI "Radeon 9000 Pro" oder "Geforce4 MX" von Nvidia mit 64 MB Bildspeicher und Unterstützung für zwei Bildschirme. Wer noch mehr Grafikpower braucht, kann auch auf die 128-MB-Modelle "Gforce4 Titanium" oder "Radeon 9700 Pro" zurückgreifen.

In Sachen Connectivity unterstützen die neue Power Macs Wireless LAN mit 54 Mbit/s ebenso wie optional Bluetooth. Ein Gigabit-Ethernet-Adapter ist wie bei den Vorgängermodellen ebenfalls an Bord. Zum Softwarelieferumfang gehören Mac OS X 10.2, die Programmsuite "iLife" (iTunes 3, iPhoto 2, iMovie 3 und iDVD 3) sowie diverse Tools und Probeversionen von Microsoft Office und Filemaker Pro.

Das Modell mit einem 1 Gigahertz schnellen Prozessor kostet 1739 Euro, die mittlere Variante mit Dual 1,25 Gigahertz Prozessortakt schlägt mit 2435 Euro zu Buche. Beide sind ab sofort im Fachhandel sowie online im Applestore erhältlich. Dort lassen sich die Geräte wie gewohnt auch über Built-to-Order-Optionen erweitern.

Neue Flachbildschirm(preis)e

Eine Lücke in seinem bisherigen Monitorangebot füllt Apple mit dem neuen "20 Zoll Cinema Display", das zum Kampfpreis von 1623 Euro angeboten wird. Es wird voll digital angesteuert und löst 1680 x 1050 Bildpunkte und damit höher auf als das ausgelaufene Cinema Display mit 22 Zoll Bildschirmdiagonale.

Massiv billiger wird Apples größter Monitor, das "23 Zoll Cinema HD Display" mit 1920 x 1200 Pixel Auflösung. Für dieses Gerät sinkt der Preis von 4986,84 auf 2551 Euro. Erheblich günstiger wird auch das kleinste Modell mit 17 Zoll Diagonale, das nun mit 811 statt zuvor 1332,84 Euro zu Buche schlägt.

Alle drei Flachmänner sind ab sofort im Fachhandel oder online zu bestellen. Das neue 20-Zoll-Display erfordert Mac OS X als Betriebssystem. (tc)