CeBIT Highlights

Apples iPad bekommt Konkurrenz

Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.
Apples Konkurrenz präsentiert auf der CeBIT eine Reihe neuer Tablets, die dem iPad Paroli bieten sollen.

Tablets á la iPad haben für eine regelrechte Goldgräberstimmung im weltweiten Rechnermarkt gesorgt. Nach der beispielslosen Erfolgsgeschichte, die Apple im vergangenen Jahr mit seinem iPad geschrieben hat, wollen die Konkurrenten dem Treiben nicht länger tatenlos zusehen und bringen nach und nach ihre eigenen Geräte in Stellung. Keiner der großen Hersteller will abseits stehen und sich nachsagen lassen, einen Trend verschlafen zu haben. Mit Hochdruck arbeiten Firmen wie Acer, Dell und Hewlett-Packard an eigenen Tablet-Modellen, die in den kommenden Monaten sukzessive auf den Markt kommen sollen.

Das Geschäft scheint vielversprechend und lukrativ. Gartner zufolge wurden im vergangenen Jahr weltweit 19,5 Millionen Tablets verkauft. Im laufenden Jahr sollen es bereits 54,8 Millionen Geräte sein. Auch in den kommenden Jahren könnten die Absatzzahlen den Marktforschern zufolge weiter in die Höhe schießen – 2012 auf über 103 Millionen, ein Jahr später auf rund 154 Millionen verkaufte Tablet-Rechner. Der Triumphzug erinnert ein wenig an den Erfolg der Netbooks vor etwa drei Jahren. Damals hatte Asus mit seinem Eee PC für eine Sensation gesorgt und innerhalb weniger Monate Millionen seiner Bonsai-Rechner verkauft. Alle großen Hersteller waren binnen kurzer Zeit auf den Zug aufgesprungen und haben ebenfalls Netbooks herausgebracht. Mittlerweile haben sich die Euphorie etwas gelegt und die Wachstumskurven deutlich abgeflacht. Mit ein Grund für diese Entwicklung: der Siegeszug der Tablets.

Den Herstellern dürfte dieser Schwenk indes nicht ungelegen kommen. Mussten sie das Netbook-Geschäft mit spitzem Bleistift kalkulieren, liegen die Margen bei den Tablets deutlich höher. Kosten Netbooks im Durchschnitt 300 Euro beginnen die Tablet-Preise bei etwa 500 Euro. Je nach Ausstattung müssen die Kunden für gut ausgestattete Geräte bis 800 oder 900 Euro auf den Tisch legen. Zudem bieten sich Herstellern im Tablet-Bereich mehr Möglichkeiten, die Modellvielfalt nach Plattform, Größe und Ausstattung breiter aufzufächern. Netbooks sahen zuletzt technisch gesehen sehr stereotyp aus: 10-Zoll-Display, Intel Atom-CPU und Windows-Betriebssystem sowie 250-GB-Festplatte. Die Tablets bieten dagegen deutlich mehr Abwechslung: Displaygrößen zwischen sieben und zehn Zoll, unterschiedliche Plattformen von Apples iOS und Googles Android über Windows und WebOS bis hin zu Spezialsystemen wie beispielsweise vom Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) sowie unterschiedlicher Technik, was Prozessor- und Speicherausstattung anbelangt. Auch den auf der CeBIT vorgestellten Geräten merkt man an, dass die Hersteller mit Technik und Formfaktoren spielen und experimentieren. Das macht die Sache spannend.