Canalsys-Studie

Apple wird drittgrößter Smartphone-Hersteller

06.02.2008
Obwohl das iPhone bislang offiziell nur in vier Ländern angeboten wird, hat es Apple bereits auf den dritten Platz hinter Nokia und Research in Motion (RIM) geschafft.

Nach Berechnungen der Marktforscher von Canalsys machen die 2,32 Millionen iPhones, die Apple im vierten Quartal 2007 weltweit ausgeliefert hat, in etwa 6,5 Prozent des gesamten Smartphone-Marktes in diesem Zeitraum aus. Der Newcomer lag demnach knapp vor dem zuletzt schwächelnden Anbieter Motorola (2,30 Millionen Geräte) auf dem dritten Platz, hinter Blackberry-Hersteller Research In Motion (RIM) und Nokia. Die Finnen sicherten sich mit 60,5 Millionen verkauften Smartphones 52,9 Prozent Marktanteil, während RIM 12,2 Millionen Blackberries auslieferte und seinen Marktanteil um 112 Prozent auf 11,2 Prozent steigerte.

"Angesichts der Tatsache, dass das iPhone erst im Laufe des vergangenen Jahres gestartet ist - zudem nur bei wenigen Carriern und in einigen Ländern – hat Apple klar gezeigt, dass es sich vom Rest abheben kann," erklärte Canalsys-Analyst Pete Cunningham. Nun müsse der Hersteller nur noch demonstrieren, dass er ein stabiles und tragbares Geschäft im Bereich konvergente Endgeräte aufbauen kann, indem er Reichweite und Produktportfolio erweitert. Apple müsse außerdem sicherstellen, dass sich die exklusiven Vertriebspartnerschaften längerfristig nicht als Hindernis erweisen, fügte Cunningham hinzu. So hätten Apples Innovationen im Bereich Benutzerschnittstelle zu zahlreichen Design-Aktivitäten bei der Konkurrenz geführt. Diese Entwicklung werde sich im laufenden Jahr noch verstärken, da andere Smartphone-Anbieter versuchten, an Apple verlorene Marktanteile wieder zurückzuerobern.

Nachdem Apple inzwischen den Speicher des iPhones auf 16 GB verdoppelt hat, will der Hersteller Gerüchten zufolge im Laufe des Jahres auch neue Modelle vorstellen, darunter eine Version mit UMTS-Unterstützung. Aus Sicht von Canalsys ist dieser Schritt allein jedoch noch nicht ausreichend: Die Erfahrung zeige, dass Anbieter mit einem einzigen Smartphone-Design – egal wie gut dieses ist – bald scheitern. Um Anteile in dem sehr dynamischen Markt zu sichern und zu steigern, benötige es vielmehr ein breites, kontinuierlich aktualisiertes Portfolio. (mb)