Web

WebKit-Browser

Apple veröffentlicht Safari 5

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Apple hat im Rahmen seiner Entwickler-Hausmesse WWDC die neue Version 5 des hauseigenen Browsers "Safari" für Mac und Windows veröffentlicht.
Ein Text auf sueddeutsche.de, lesbarer angezeigt mit der "Reader"-Funktion von Safari 5.
Ein Text auf sueddeutsche.de, lesbarer angezeigt mit der "Reader"-Funktion von Safari 5.

Auch wenn Safari 5 CEO Steve Jobs in seiner gestrigen WWDC-Keynote keine Erwähnung wert war - der Browser bringt eine Reihe interessanter Neuerungen mit. Die größte Überraschung ist vermutlich das neue "Reader"-Feature. Es stellt Texte auf einer Website besonders gut lesbar im Vordergrund dar und blendet den "überflüssigen" Rest (Navigation, Werbung etc.) im Hintergrund ab. Apple hat sich hier vom "Readability"-Experiment der New Yorker Agentur Arc90 "inspirieren" lassen. Allerdings drängt sich angesichts der Funktion rasch die Frage auf, was Website-Betreiber und deren Werbekunden davon halten und inwieweit sie so etwas überhaupt zulassen wollen und werden.

Mit Version 5 erhält Safari außerdem endlich die längst überfällige Schnittstelle für Erweiterungen ("Extensions"). Solche Erweiterungen hatten speziell dem Firefox von Mozilla zu Marktanteil und Popularität verholfen; sonderbar also, dass Apple erst jetzt mit seinem Entwicklerprogramm nachzieht. Weitere Neuerungen in Safari 5 sind eine deutlich erweiterte Unterstützung des kommenden Markup-Standards HTML5, eine beschleunigte "Nitro"-Engine für JavaScript, DNS Prefetching, Integration von Microsofts Bing als (optionale) dritte Suchmaschine, Hardwarebeschleunigung unter Windows sowie ein verbesserter Web Inspector.

Safari basiert auf der Rendering-Engine WebKit, Apple finanziert das gleichnamige Open-Source-Projekt. WebKit bildet auch die Grundlage für Google Chrome und praktisch alle aktuellen Smartphone-Browser.