Reuters

Apple stellt iRadio auf der WWDC vor

08.06.2013
Apple wird in der kommenden Woche auf der Entwicklerkonferenz WWDC einen eigenen Musik-Streaming-Dienst vorstellen. Der neue Dienst, der iRadio heißen könnte, wird vermutlich kostenlos nutzbar sein und den Nutzern mehr Funktionen als das bislang sehr erfolgreiche Angebot von Pandora bieten.
Vor dem Start der WWDC am Montag brodelt es in der Gerüchteküche.
Vor dem Start der WWDC am Montag brodelt es in der Gerüchteküche.
Foto: Apple

Apple wird mit einem eigenen Musik-Streaming-Dienst anderen Anbietern wie Google, Pandora oder Spotify Konkurrenz machen. Apple wird den eventuell iRadio genannten Dienst am kommenden Dienstag auf der WWDC 2013 in San Francisco vorstellen, berichtet jetzt der Wirtschaftsdienst Reuters unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Vorherigen Berichten des Wall Street Journal und der New York Times zufolge hat Apple bereits entsprechende Lizenzvereinbarungen mit den beiden großen Musik-Labels Universal Music und Warner Music getroffen.

Apple verspricht den Musik-Rechteinhabern offenbar einen höheren Anteil als der Konkurrenzdienst Pandora Music. Das Geschäftsmodell wird aber vermutlich ähnlich sein: Nutzer können sich bei - wenn der Dienst dann so heißt - iRadio kostenlos Musik ausgewählter Genres auf ihren PC, ihren Laptop, ihr Tablet oder ihr Smartphone streamen lassen, müssen allerdings Werbeeinblendungen in Ton und Bild hinnehmen, berichtet Bloomberg. Dabei können sie nur die Musikrichtung, nicht aber die einzelnen Interpreten oder die übertragenen Songs festlegen. Anders als bei Pandora Music können Nutzer von iRadio zumindest zurückspulen, wird spekuliert. Apple Musik-Streaming-Dienst soll laut Bloomberg auch mit der Apps- und Content-Plattform iTunes verknüpft sein, so dass Nutzer gegebenenfalls gehörte Musik gleich zum Download auf das Gerät kaufen können.

Branchenbeobachter erwarten jetzt einen harten Kampf um Marktanteil im Bereich der Musik-Streaming-Dienste, dem gerade auf Smartphones ein großes Wachstum prophezeit wird. Das nur in USA, Australien und Neuseeland verfügbare Pandora zählt zurzeit rund 70 Millionen Nutzer, das in Deutschland verfügbare Angebot Spotify hat nach Angaben des Betreibers rund 24 Millionen Nutzer. Google beginnt gerade mit der Erprobung eines eigenen Musik-Streaming-Dienstes Music All Access für Android- und bald auch iPhone- und iPad-Nutzer in den USA. Es wird spannend sein, wie die aktuellen Musik-Streaming-Angebote auf den neuen Konkurrenzdienst von Apple reagieren werden.

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