Rausschmiss aus dem App Store

Apple sperrt iPhone-Modem-Software

04.08.2008
Die Regeln für den Apple AppStore, der einzige Vertriebskanal für iPhone-Anwendungen, scheinen nicht ganz klar zu sein. Jetzt wurde eine Software, die das iPhone zu einem WLAN-Hotspot macht, nach kurzer Zeit aus dem Angebot gestrichen.

Gemäß seiner Unternehmenskultur verschließt Apple den Distributionsprozess für iPhone-Programme, um seine Kunden vor Schadsoftware zu schützen und sie am unerlaubten Kopieren von kostenpflichtigen Programmen zu hindern. Sie sind allein im AppStore und zu den Geschäftsbedingungen von Apple erhältlich. Manchmal ist aber nicht ganz klar, warum Programme von der Plattform ausgeschlossen werden.

Das Unternehmen Nullriver hat eine Applikation entwickelt, die aus jedem iPhone einen Hotspot macht und es dem Nutzer ermöglicht, über eine WLAN-Verbindung etwa mit dem Notebook im Mobilfunknetz zu surfen. Gestern nahm Apple das NetShare genannte Programm in seinen AppStore auf, kurze Zeit wurde es wieder rausgeschmissen. Eine Erklärung für den Rückzug der Software hat das Unternehmen bislang nicht bekannt gegeben.

Nullriver besteht darauf, dass sein Programm gegen keine der Geschäftsbedingungen des AppStores und der Entwicklungsumgebung verstößt. Auch die Qualität der Progammierung kann es nicht sein, mehrere Anwender berichten übereinstimmend, dass die Applikation problemlos funktioniert.

Ein Grund könnte in den Geschäftsbedingungen des Netzbetreibers AT&T stehen, mit dem Apple eine Exklusivpartnerschaft beim Vertrieb der iPhones in den USA hat. AT&T verbietet zwar nicht ausdrücklich den Gebrauch des Smartphones als Modem, verlangt aber 30 US-Dollar extra im Monat von Kunden, die entsprechende Applikationen nutzen wollen.

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