iOS-Security

Apple Sicherheit: Hacker schlimmer als Regierung

Peter Müller ist der Ansicht, dass ein Apple täglich den Arzt erspart. Sei es iMac, Macbook, iPhone oder iPad, was anderes kommt nicht auf den Tisch oder in die Tasche. Seit 1998 beobachtet er die Szene rund um den Hersteller von hochwertigen IT-Produkten in Cupertino genau. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er die Apple-Geschichte genau genug, um auch die Gegenwart des Mac-Herstellers kritisch und fair einordnen zu können. Ausgeschlafene Zeitgenossen kennen und schätzen seine Beiträge im Macwelt-Morgenmagazin, die die Leser werktags pünktlich um acht Uhr morgens in den nächsten Tag mit Apfel und ohne Doktor begleiten. Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus.
Auf einer Pressekonferenz am Freitag erklärten Apples Ingenieure die Grundlagen der Sicherheit bei iPhone und iPad.

Hacker sind schlimmer als die Regierung:Am Freitag haben Apples Entwickler bekräftigt, zu welchen Zwecken sie die Sicherheitsvorkehrungen des iPhone weiter verbessern: Nicht die Regierung und ihre diversen Behörden stellten eine Bedrohung dar, sondern vor allem Hacker, vor denen Apple seine Geräte schützen will. In einem Security White Paper zeigt Apple auf, wie stark Touch ID, Security Enclave, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Verschlüsselung und andere Maßnahmen gegen Angriffe von außen schützen. Apples Ingenieure behaupten, bis zu der Einführung von Touch ID haben nur 49 Prozent aller iPhone-Inhaber das Smartphone mit einem Passcode geschützt. Nach der Einführung vom neuen biometrischen Sensor sprang die Rate auf die 89 Prozent.

Nicht nur gegen die Regierung will Apple iPhones und iPads schützen.
Nicht nur gegen die Regierung will Apple iPhones und iPads schützen.
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Wichtig sei für Apple in dieser Sache auch, die Chip-Produktion im eigenen Haus zu behalten. So komme iOS mit einem Boot-ROM, auf das nur Apple Zugriff habe. Die Sicherheitsfunktionen, die ein iPhone zur Zeit führt, werden ebenfalls gleich auf der Hardware-Ebene bedacht. Obwohl Apple erst in den letzten Jahren die Sicherheit der Daten und des Geräts zu einer Marketing-Option gemacht hat, waren die Ingenieure deutlich früher dran. iMessage wurde gleich mit der ersten Version ( iOS 5, 2011) (teilweise) Ende-zu-Ende verschlüsselt, Secure Enclave wurde im iPhone 5S ( 2013) zum ersten Mal eingebaut. (Macwelt.de/mb)