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Apple schluckt Schemasoft

23.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Apple hat nach längerer Akquisitionspause die kleine kanadische Softwareschmiede Schemasoft übernommen und will deren Technik in künftigen, nicht näher spezifizierten Produkten einsetzen. Details der zuerst von der Gerüchte-Site "ThinkSecret" kolportierten Transaktion sind nicht bekannt.

Auf der inzwischen nicht mehr erreichbaren Website von Schemasoft heißt es, die Tools der Kanadier seien in der Lage, Informationen aus verschiedensten Dateiformaten zu extrahieren, darunter Microsoft Office, Adobe PDF oder Quark XPress. Eine Ausgabe in unter anderem HTML oder XML sei ebenfalls möglich.

Solche Filter könnte Apple unter anderem in seinem "iWork"-Paket verwenden, das mit "Keynote" einen "PowerPoint"-Konkurrenten und mit "Pages" eine kombinierte Textverarbeitung- und Layout-Software enthält. Aber auch für die in das kommende Mac OS X 10.4 "Tiger" integrierte Desktop-Suche "Spotlight" wäre eine Nutzung denkbar.

Apple gehörte schon vor der Übernahme zu den Schemasoft-Kunden - ebenso wie Microsoft, Adobe und Corel. Schemasoft hatte zuletzt rund 40 Mitarbeiter, ob diese ihren Job behalten und ob Apple den Firmensitz in Vancouver bestehen lässt, ist vorerst nicht bekannt. (tc)