Prognose von Generator Research

Apple reißt bis 2013 die Smartphone-Führung an sich

Manfred Bremmer
Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
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Die britischen Marktforscher von Generator Research prognostizieren, dass Apple mit seinem iPhone-Business in den nächsten fünf Jahren einen Marktanteil von 40 Prozent erreichen wird.

Generator Research geht davon aus, dass iPhone und App Store den Mobilfunkmarkt in ähnlicher Weise aufmischen werden wie iPod und iTunes Music Store den Bereich digitale Musik. "Die Außenseiter schreiben im Regelwerk der Mobilfunkindustrie neu, wie mobile Dienste ausgeliefert werden", erklärt Andrew Sheeny von Generator Research in seinem Bericht. Die neue oberste Regel laute, dass man im Smartphone-Markt eine voll integrierte Plattform mit zahlreichen Programmier-Schnittstellen für Dritthersteller und lukrativen Vermarktungsbedingungen vorweisen müsse. Aktuell weise Apple die beste derartige Plattform und die vielversprechendste Roadmap auf.

Generator Research sieht Apples Erfolgsrezept in der Kombination aus iPhone und App Store.
Generator Research sieht Apples Erfolgsrezept in der Kombination aus iPhone und App Store.
Foto: Apple

Mit Barreserven von über 25 Millionen Dollar, 33 Prozent Bruttomarge und dem iPhone kurz vor Erreichen der schnellsten Wachstumsphase habe Apple die Ressourcen, Kompetenzen und die Motivation, genau dann in den Mobilfunksektor zu investieren, wenn viele etablierte Anbieter die Produktentwicklung zurückfahren müssten, so die Marktforscher weiter. Als Resultat hält es Generator Research sogar für möglich, dass Nokias Marktanteil im Smartphone-Bereich von aktuell rund vierzig auf zwanzig Prozent im Jahr 2013 zurückgeht.

"Wir glauben, dass Apple seine Finanzkraft und die steigenden Umsätze nutzt, um der Konkurrenz einen oder mehrere Designzyklen voraus zu sein", so Sheeny. Dies könnte dazu führen, dass Apple im Kalenderjahr 2013 bis zu 77 Millionen iPhones verkauft. Zu diesem Zeitpunkt gebe es dann eine Anzahl verschiedener Modelle, die jeweils ein anderes Marktsegment adressieren.

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