iPhone Made in America

Apple prüft Umzug der Produktion in die USA

19.11.2016
Nach seinem Wahlsieg könnte ein weiterer Traum des designierten US-Präsidenten Donald Trumps in Erfüllung gehen: Angeblich prüft Apple derzeit Mittel und Wege, die Produktion seiner Geräte von China in die USA zu verlegen.

Laut einem aktuellen Bericht des Nikkei Asian Review lässt Apple von seinen chinesischen Auftragsfertigern die Möglichkeit eines Umzugs in die USA prüfen. Die beiden unter anderem an der Herstellung des iPhone beteiligten Unternehmen Foxconn und Pegatron wurden angeblich schon im vergangenen Juni dazu aufgefordert, entsprechende Pläne auszuarbeiten. Der nach Volumenlieferung größere Konzern Foxconn soll der Aufforderung nachgekommen sein und eine Analyse aufgestellt haben, während Pegatron diese mit Verweis auf die steigenden Kosten ausschlug. "iPhones in den USA herzustellen, würde die Kosten mehr als verdoppeln", sagt eine Quelle dem Nikkei Asian Review.

Gelingt es Donald Trump, die iPhone-Produktion in die USA zu holen?
Gelingt es Donald Trump, die iPhone-Produktion in die USA zu holen?
Foto: Shutterstock - Blackzheep

Der iPhone-Hersteller reagiert mit dem Prüfungsauftrag auf die Forderungen Donald Trumps, der schon während des Wahlkampfs androhte, im Falle eines Sieges Konzerne wie Apple ins eigene Land holen zu wollen. Ob der Umzug einer chinesischen Fertigungsstraße in die USA den Vorstellungen Trumps entspricht, sei allerdings dahingestellt. Denkbar ist, dass sich der im Januar antretende US-Präsident eine durch und durch amerikanische Produktion wünscht - wie weit sein Einfluss auf die Unternehmen tatsächlich reichen wird, muss sich aber erst noch zeigen.

Fest steht, dass Apple den Umzug der iPhone-Produktion auch angesichts des absehbaren Kostenanstiegs um jeden Preis verhindern möchte. Das Gesuch an Foxconn und Pegatron dürfte demnach auch intern mehr als Plan B für den Ernstfall angesehen werden. In einem Interview im vergangenen Dezember erklärte Apple-CEO Tim Cook, dass die Produktion eines iPhone in den USA nach derzeitigem Stand nahezu unmöglich sei. Die Fertigungsinfrastruktur in China sei deutlich fortgeschrittener, die an der Herstellung des Geräts beteiligten Lieferanten eng miteinander verzahnt und auch örtlich nah beieinander.

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