Walmart & Co setzen auf CurrentC

Apple Pay stößt in den USA auf Widerstand

27.10.2014
In den USA formiert sich eine Front aus großen Handelsketten gegen den neuen mobilen Bezahlservice Apple Pay. Der Grund für die Ablehnung ist simpel: Walmart, Best Buy und Co. arbeiten seit geraumer Zeit an einem Konkurrenzprodukt, das einen komplett anderen Ansatz verfolgt.
Mit Apple Pay soll der Nutzer kontaktlos und sicher bezahlen können.
Mit Apple Pay soll der Nutzer kontaktlos und sicher bezahlen können.
Foto: Apple

Apple Pay nutzt den Nahfunkstandard NFC, um die eigenen Bezahldaten an die Kasse im Einzelhandel weiter zu geben. Solche NFC-Lesegeräte sind an vielen modernen Kassensystemen bereits vorhanden. In den USA, wo Apple Pay bereits gestartet ist, werden diese Lesegeräte in zahlreichen großen Handelsketten wie Best Buy, Walmart, Wendy's oder 7-eleven allerdings mit Absicht deaktiviert, denn hier soll niemand den Apple-Dienst, der zusammen mit den großen Kreditkartenunternehmen realisiert wurde, benutzen.

Der Hintergrund ist darin begründet, dass Walmart und Co. seit 2012 an einem eigenen neuen Bezahlsystem arbeiten. Es trägt den Titel CurrentC und richtet sich mehr oder minder explizit gegen die gängigen Kreditkarten, da es unabhängig abrechnet und so keine Gebühren für den Handel fällig werden. Apple Pay wiederum ist de facto ein verlängerter Arm von Visa, Mastercard und Co. CurrentC wiederum, das derzeit noch von keiner Bank unterstützt wird, soll mit Hilfe einer App die direkte Abbuchung vom Konto des Kunden ermöglichen.

Noch ist CurrentC, das zunächst wie Apple Pay eine reine US-Lösung ist, noch nicht einsatzbereit. Im kommenden Jahr soll es dann aber so weit sein, und bis zu diesem Zeitpunkt werden die beteiligten Händler den konkurrierenden Apple-Dienst wohl kaum unterstützen. Bis zur vollständigen Durchdringung des Marktes ist es für Apple Pay also sogar in den USA noch ein weiter Weg.

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