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Apple packt Mac OS X auf alle neuen Rechner

22.05.2001
Zwei Monate früher als geplant liefert Apple alle neuen Macs mit Mac OS X aus. Ebenfalls neu: Mac OS X Server, Webobjects 5 und ein neuer 17-Zoll-Flachbildschirm.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Apple-Chef Steve Jobs präsentierte gestern in seiner "Kamingespräch"- Keynote zur Worldwide Developers Conference (WWDC) des Herstellers aus Cupertino einige interessante Neuheiten - wenn auch andere, als gemeinhin erwartet (Computerwoche online berichtete). Das neue Betriebssystem Mac OS X (bislang 330 Mark teuer) wird ab sofort mit allen neuen Macintoshs vorinstalliert ausgeliefert. Als Standard ist allerdings weiterhin das klassische Mac OS 9.1 voreingestellt. Das dürfte sich erst dann ändern, wenn Anwendungsklassiker wie "Photoshop", "Illustrator" oder "Microsoft Office" in an Mac OS X angepassten Versionen vorliegen.

Neu im Programm von Apple ist ein Flachbildschirm mit 17 Zoll Diagonale, der die Lücke zwischen dem bisherigen 15-Zöller und dem üppigen "Cinema Display" mit 22-Zoll-Breitwand-LCD füllt. Der bisherige 17-zöllige Röhrenbildschirm wird ersatzlos gestrichen, Apple bietet nun ausnahmslos Flachbildschirme an. Das "Studio Display 17 Zoll" bietet eine Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und kostet in Deutschland 2600 Mark. Das kleinere 15-Zoll-Modell ist für 1600 Mark zu haben, der Preis des Cinema Display wurde auf 6500 Mark reduziert.

Daneben präsentierte Jobs noch die neue Version von Mac OS X Server samt passender G4-Hardware sowie Release 5 des hauseigenen Application Server "Webobjects". Apples Server-Betriebssystem, das bereits deutlich länger am Markt ist als die Desktop-Version, integriert Unix-Klassiker wie den Webserver Apache oder Samba für Windows-Datei- und Druckdienste. Zusammen mit einem 533 Megahertz schnellen, speziell konfigurierten G4-Mac kostet Mac OS X Server 8000 Mark. Eine leistungsfähigere Dual-Prozessor-Variante ist für 10.700 Mark zu haben. Der Java-basierte Application Server Webobjects 5 unterstützt Java 2 (Standard Edition) 1.3 und Mac OS X sowie Windows 2000 als Entwicklungsplattformen. Über JDBC (Java Database Connectivity) 2.0 lassen sich Datenbanken unter Mac OS X Server, Solaris 8 sowie Windows 2000 nutzen. Webobjects 5 kostet 1850 Mark.