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Apple macht mehr Gewinn, aber weniger Umsatz als erwartet

19.04.2006
Apple hat nach US-Börsenschluss seine Zahlen zum zweiten Fiskalquartal vorgelegt, in dem erstmals nennenswert neue Rechner mit Intel-Prozessoren verkauft wurden.

Der Mac-Hersteller setzte 1,112 Millionen Rechner ab, vier Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. iPod-Audioplayer verkaufte er 8,526 Millionen oder 61 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Quartalseinnahmen betrugen 4,36 Milliarden Dollar und der Reingewinn 410 Millionen Dollar oder 47 Cent pro Aktie. Die von Thomson First Call befragten Analysten hatten zwar nur 43 Cent je Anteilschein erwartet, aber Einnahmen von 4,52 Milliarden Dollar angesetzt. Im Vorjahresquartal hatte Apple 3,24 Milliarden Dollar erlöst und 290 Millionen Dollar oder 34 Cent pro Aktie verdient.

Im Januar hatte das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Cupertino begonnen, Rechner mit Prozessoren von Intel zu verkaufen. Analysten erwarten zwar, dass diese später im Jahr zu Mehrverkäufen führen; Apple hatte selbst aber zunächst vor einer zwischenzeitlichen Delle gewarnt. Firmenchef Steve Jobs erklärte, die Umstellung auf Intel laufe „sehr gut“ und er freue sich über gut zehn Milliarden Dollar Umsatz und fast eine Milliarde Dollar Gewinn im ersten Fiskalhalbjahr. Auch das Musikgeschäft sei erneut blendend gelaufen.

Für das laufende dritte Quartal stellte Finanzchef Peter Oppenheimer 4,2 bis 4,4 Milliarden Dollar Umsatz sowie einen Reingewinn zwischen 39 und 43 Cent je Anteilschein in Aussicht. (tc)