GT Advanced Technologies

Apple legt Streit mit gescheitertem Saphirglas-Lieferanten bei

24.10.2014
Apple hat den Streit um Hunderte Millionen Dollar mit dem pleite gegangenen Lieferanten von kratzfestem Saphir für seine Geräte beigelegt.

Die US-Firma GT Advanced Technologies wird das verbliebene Saphir sowie 2000 Schmelzöfen verkaufen, um Apple die investierten 439 Millionen Dollar zurückzuzahlen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Vereinbarung hervorging. GT Advanced sollte laut Medienberichten Saphir für iPhone-Displays liefern. Apple habe sich jedoch wegen Problemen mit dem Material bei seinem aktuellen iPhone 6 wieder für Spezialglas entschieden.

Hinter Saphir hat Apple beim iPhone 6 nur das Kameramodul und den Fingerabrucksensor gepackt.
Hinter Saphir hat Apple beim iPhone 6 nur das Kameramodul und den Fingerabrucksensor gepackt.
Foto: Apple

Apple bestätigte, dass sich die Erwartungen an Saphir nicht erfüllt hatten. Das Unternehmen habe gemeinsam mit GT Advanced viel Anstrengungen in einen Fertigungsprozess gesteckt, der noch nicht reif für die Produktion sei, sagte eine Sprecherin dem Technologieblog "Re/code". GT Advanced will die Fabrik im US-Bundesstaat Arizona auflösen. Zugleich ist Apple der Vereinbarung zufolge aber weiter an der Technologie interessiert.

Saphir-Glas gilt als besonders kratzfest. Es wird deshalb bei den Fingerabdruck-Sensoren in Apples iPhones sowie zum Schutz der Kamera der Smartphones genutzt. Auch bei einigen Modellen der für kommendes Jahr erwarteten Apple-Uhr dürfte es zum Einsatz kommen. Das iPhone 6 bekam laut Medienberichten aber keine Displays mit Saphir-Schutz, weil das Material sich als zu brüchig erwiesen habe. (dpa/tc)