Apple: iPhone nano noch in diesem Jahr?

10.07.2007
Analysten sind die Wahrsager der Moderne. Der neueste Blick in die Kristallkugel von Kevin Chang, beschäftigt beim taiwanischen Ableger der US-Bank JP Morgan, lässt ein iPhone durchschimmern, das kleiner und billiger als das große Original sein soll. Das "iPhone nano" könnte jene Zielgruppen ansprechen, denen das Hypehandy zu teuer ist. Ein Blick in die Gerüchteküche.

Keine Frage, das iPhone ist ziemlich teuer. Und wer die 600 Dollar für die selbsternannte Handyrevolution hinblättert, muss sich darüber hinaus für 24 Monate an den Netzbetreiber AT&T binden - mit monatlichen Grundgebühren von 60 Dollar aufwärts. Dass man damit nicht den Massenmarkt erreicht, liegt auf der Hand.

Wer sich nicht von den überragenden Verkaufszahlen der ersten iPhone-Wochen blenden lässt, der weiß, dass ein dem iPod vergleichbarer Markterfolg nur realisiert werden kann, wenn Apple auch kleinere und günstigere Versionen des Lifestyle-Handys anbietet. Diese Produktstrategie kennzeichnet auch die iPod-Evolution: nach dem (teuren) iPod-Original kamen die abgespeckten Versionen nano und shuffle auf den Markt und verkauften sich glänzend.

Zurück zu Kevin Chang: der schreibt in einer Studie, dass das abgespeckte iPhone wohl auf dem iPod nano basieren wird und beruft sich dabei auf ungenannte Quellen in der Zulieferindustrie sowie einen Patentantrag von Apple für ein Multifunktionsgerät mit Scroll-Wheel, das verdächtige Ähnlichkeiten mit dem iPod nano aufweist. Dieser Schritt von Apple sei naheliegend, da dies den einzigen Weg darstellt, in den Massenmarkt für Midrange-Mobiltelefone einzusteigen, so Chang weiter.

Also ein iPhone ohne Touchscreen? Denkbar wäre auch das genaue Gegenteil: ein iPhone ohne "Phone", ohne Telefonfunktionen, ein Internet-Tablet, das allerdings wie Nokias N800 ein primär auf Internet- und Multimedianutzung ausgerichtetes Nerd-Spielzeug darstellen würde.

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