uBeam

Apple engagiert Experten für kabelloses Aufladen

19.05.2016
Von Simon Lohmann
Um keine möglichen Innovationen zu verpassen, investiert Apple bereits seit Jahren in Startup-Unternehmen und beschäftigt vielversprechende Talente. Mit einer der aktuellsten Einstellung von zwei neuen Mitarbeitern entstehen erneut Gerüchte um ein mögliches Feature des iPhone 7: kabelloses Aufladen.
Die Apple Watch lässt sich bereits induktiv aufladen.
Die Apple Watch lässt sich bereits induktiv aufladen.
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Wie TheVerge berichtet, hat Apple innerhalb der letzten vier Monate zwei ehemalige Ingenieure des Startup-Unternehmens namens uBeam engagiert. Demnach handelt es sich bei den neuen Mitarbeitern um Experten im Bereich des kabellosen Aufladens von Smartphones. Somit soll das Team, welches sich mit diesem Feature bei Apple beschäftigt, mehr als zwölf Mitarbeitern umfassen. Diese wurden innerhalb der letzten zwei Jahre von dem Unternehmen eingestellt.

Bereits Anfang des Jahres wurde spekuliert, ob Apple im Jahr 2017 die neue Akku-Technologie in der neuen iPhone-Generation vorstellen wird. Dabei wolle sich das Unternehmen jedoch nicht mit der herkömmlichen Lade-Technik zufrieden geben: eine einfache „Matte“, auf der das Smartphone zum Laden abgelegt werden kann, sei bei Apple keine Option. Den Gerüchten nach plane Apple eine neue Technologie zu etablieren, mit der es möglich sei, das Smartphone aufzuladen, ohne dass das sich Gerät auf einer externen Ladestation befindet. Somit könne sich das iPhone theoretisch auch in der Hosentasche befinden und gleichzeitig aufgeladen werden.

Diese Idee soll auch das Startup uBeam verwirklichen wollen, wobei Apple entsprechende Patente schon in der Vergangenheit eingereicht hat. Bereits 2010 dachte man über die Möglichkeit nach, den persönlichen Computer als mobile und kabellose Auflagestation zu nutzen.

Auch wenn die Technik rund um das kabellose Aufladen noch nicht ausgereift ist, kann man bei manchen Geräten bereits beim Ladevorgang der Akkus auf eine Kabelschnittstelle verzichten. So lässt sich beispielsweise die Apple Watch per induktiver Ladetechnik aufladen. Der einzige Nachteil: auch mit induktiver Ladetechnik kann man sich mit dem Gerät nicht großartig frei bewegen. Dies könnte sich aber mit einer Methode ändern, die derzeit Ultrasound Technology genannt wird. Ob Apple tatsächlich mit der Hilfe der vor kurzem angeworbenen Mitarbeiter an solch einem Projekt arbeitet, hat das Unternehmen jedoch nicht bestätigt.

Induktives Aufladen mit dem iPhone?

Wer sein iPhone bereits jetzt schon ohne Kabel aufladen möchte, muss dafür nicht erst auf die nächste iPhone-Generation warten. Als Anwender muss man jedoch gewisse Opfer dafür bringen.

Um das Smartphone nämlich induktiv aufladen zu können, muss das iPhone eine spezielle Hülle haben, über die das Telefon geladen wird. Die Vielfalt solcher Hüllen ist auf dem Markt jedoch recht überschaubar. Auch das Design solcher Induktiv-Cases ist in der Regel recht schlicht und macht optisch keinen qualitativ hochwertigen Eindruck.

Besonders beliebt scheinen solch unausgereiften Methoden daher nicht zu sein: Durchsucht man diverse Online-Händler nach induktiven Ladestationen für das iPhone findet man nur sehr wenige Produkte, die sich laut Kundenrezensionen eignen. Bei den meisten Produkten sollen dahingegen oftmals Hitzeprobleme auftreten. Letztendlich raten die meisten Kundenrezensionen von einem Kauf solcher noch recht unausgereiften Technik ab. Sehr große Beliebtheit erfahren jedoch Powerbanks, mit denen sich die Smartphones zwar nicht kabellos und induktiv aufladen lassen, dafür unterwegs zu jeder Zeit und an jedem Ort.

Ob Apple mit dem noch in diesem Jahr erscheinenden iPhone 7 eine Revolution in Sachen induktives Laden einleitet, bleibt abzuwarten. Manche Gerüchte sprechen allerdings dafür. (Macwelt/mb)