Kurspflege

Apple-Chef Jobs beruhigt Investoren mit Hormonen

06.01.2009
Unter dem Druck von Anlegern musste Steve Jobs Stellung zu seiner aktuellen Krankheit beziehen. Demnach ist es nicht Krebs, sondern ein "hormonelles Ungleichgewicht".
Steve Jobs auf der WWDC im vergangenen Jahr.
Steve Jobs auf der WWDC im vergangenen Jahr.

Hormonstörung statt Krebs: Apple-Chef Steve Jobs ist mit einem offenen Brief Gerüchten über schwere gesundheitliche Probleme entgegengetreten. Sein Gewichtsverlust in den vergangenen Monaten gehe auf Ernährungsbeschwerden zurück, die sich relativ einfach behandeln ließen. Er habe bereits mit der Therapie begonnen, erklärte der 53-Jährige in einem am Montag veröffentlichten Schreiben. Während der Behandlung werde er weiter das Unternehmen leiten. Mit dieser Erklärung reagierte Jobs auf monatelange Spekulationen über eine erneute Krebserkrankung. Die Gerüchte hatten auch den Kurs der Apple-Aktie belastet.

Steve Jobs im Herbst 2008.
Steve Jobs im Herbst 2008.

Die Börse reagierte mit einem deutlichen Plus für die Apple-Aktie auf die Diagnose. Das Papier legte am New Yorker Handelsplatz Nasdaq um über vier Prozent auf 94,60 Dollar zu, während andere Technologie-Titel wie Microsoft oder Intel stagnierten. Jobs schrieb, der Gewichtsverlust habe ihm und den Ärzten ein Rätsel aufgegeben. Nun hätten gründliche Bluttests ergeben, dass eine hormonelle Störung der Grund sei - sie raube ihm die Proteine, die sein Körper benötige. "Meine Ärzte erwarten, dass ich bis zum Endes des Frühjahres brauche, um mein altes Gewicht wiederzuerlangen."

Vor etwas mehr als vier Jahren war Steve Jobs an einer Variante von Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt, er hatte sich aber wieder vollständig erholen können. Als Apple Mitte Dezember überraschend ankündigte, dass statt des Unternehmenschefs Vizepräsident Phil Schiller auf der Messe Macworld Expo (5. bis 9. Januar) in San Francisco neue Produkte vorstellen werde, flammten erneut Spekulationen auf. "Ich hoffe, dass wir jetzt alle entspannen und die Show genießen können", schrieb Jobs. (dpa/ajf)

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