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Apple bringt OS-X-Sicherheits-Patches nur mit Panther

30.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Apples neueste Betriebssystemvariante OS X 10.3 (Codename "Panther") bietet nach Angaben des Herstellers neben Verbesserungen im "Finder"-Menü und in der Dateisynchronisation auch über ein Dutzend Sicherheits-Updates. Experten stellen nun die Frage, ob Mac-Anwender die knapp 130 Dollar für Panther ausgeben müssen, um Sicherheitslücken auf ihren OS-X-Rechnern zu schließen. Denn die Patches bietet Apple bislang nicht für die Systemvariante 10.2 und ältere unter dem Codenamen "Jaguar" entwickelte OS-X-Versionen zum Download an.

Thor Larholm vom IT-Security-Dienstleister PivX Solutions hält Apples Vorgehen für einen gefährlichen Präzedenzfall. Kunden zum kostenpflichtigen Upgrade zu nötigen, damit sie ihr Betriebssystem absichern können sei "nicht sehr freundlich". Wenn Microsoft beginnen würde, für Patches Geld zu verlangen, wäre die Hölle los, so Larholm.

Während Apple offiziell keine Stellung nimmt, sagte David Goldsteig, Director of Research bei der IT-Security-Firma @Stake, der Hersteller habe ihm gegenüber bereits bestätigt, für ältere OS-X-Releases keine Patches anzubieten. Aufgrund des in den USA aufkeimenden Unmuts seitens der Anwender sei es jedoch denkbar, dass Apple seine Haltung ändere. (lex)